Ganz nah dran an den Verkehrssündern

Deshalb patrouillieren jetzt Fahrrad-Streifen in Neuhausen

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An der Ecke Donnersbergerbrücke/Arnulfstraße starben schon mehrere Radfahrer bei Unfällen. Die Kreuzung ist damit einer der Einsatzorte der Radl-Beamten Sascha Heger und Wolfgang Lechner (rechts).

Neuhausen – Kaum werden die Tage länger, schon häufen sich die Meldungen über Unfälle mit Fahrradfahrern – eine neue Maßnahme der Polizei soll jetzt für mehr Sicherheit sorgen

Radfahrer, wohin man sieht: Die ersten warmen Tage des Jahres, und schon sind die Straßen und Radwege voller Zweiräder. Leider häufen sich dann auch wieder die Unfälle – manchmal mit schlimmen Folgen, wie dieser Tage in der Maxvorstadt, als ein 65-jähriger Radler bei einem Unfall mit einem Lastwagen – vermutlich selbst verschuldet – schwer verletzt wurde (Hallo berichtete). 

„Die Freiheit auf dem Radl verführt oftmals dazu, dass man sich nicht so an die Regeln hält wie im Auto“, sagt Thomas Madl, Leiter der Polizeiinspektion Neuhausen (PI 42). Dort kümmert sich deshalb jetzt eine Radlstreife um das Fehlverhalten von Radfahrern.

Geisterradler und Raser haben die vier Beamten, die hierfür im Einsatz sind, ebenso im Blick wie telefonierende Radfahrer oder solche, die Ampeln ignorieren. „Da sind wir einfach näher dran und können flexibler reagieren als Beamte im Streifenwagen“, erklärt Wolfgang Lechner. Verkehrssünder bekommen Strafzettel. 20 Euro kostet zum Beispiel das Fahren in die falsche Richtung, 55 Euro wenn man mit dem Handy in der Hand ertappt wird.

Ursula Löschau

Hier lesen Sie, wo man in München die Radfahrer durch bessere Infrastruktur schützen möchte.

Eine Brücke über den Reiter

Es braucht eine Radfahrerbrücke auf Höhe der Heß- über die Schwere-Reiter-Straße. 

Drei Bezirks­ausschüsse und das Münchner Forum sind sich einig: Es braucht eine Radfahrerbrücke auf Höhe der Heß- über die Schwere-Reiter-Straße. 

Walter Klein (SPD) vom Bezirks­ausschuss Schwabing-West hält die Brücke für die Verwirklichung einer Fahrradtrasse vom Olympiapark bis in die Stadtmitte (Hallo berichtete) für unerlässlich: „Der Verkehr an dieser Stelle kommt nicht ohne Brücke aus. Bei einer Ampel käme es zu Staus.“ Bevor es konkret wird, wolle man sich aber erst intern genauer abstimmen.

Daniel Schubert

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