Allianz gegen Schleichverkehr

Dom-Pedro-Viertel: Bürger warnen vor absolutem Verkehrskollaps

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200 Kindergarten- und Hortplätze entstehen an der Braganzastraße: Für die Anwohner der richtige Moment, um den Verkehr in der stark belasteten Wohnstraße zu beruhigen.

Abgase, Hupkonzerte, Ärger: Bei Stau auf der Landshuter Allee erleben Anwohner der Haneberg-, Johann-Schmaus- und Braganzastraße Schleichverkehr von seiner schlimmsten Seite...

Neuhausen – Kristina Blankenfeld und ihre Nachbarn aus der Braganza-, Johann-Schmaus- und Hanebergstraße wissen sofort, wenn auf der Landshuter Allee Stau ist. Dann wälzt sich eine Kolonne an Schleichwegfahrern durch ihr Viertel. „In Navis ist das inzwischen sogar als Ausweichroute eingespeist“, empört sich die Anwohnerin. 

Das – und der geplante Bau einer Kindertageseinrichtung mit 200 Plätzen an der Braganzastraße – ist für die Anlieger jetzt Anlass für einen Hilferuf an den Bezirksausschuss (BA) Neuhausen-Nymphenburg: „Es ist höchste Zeit für regulierende Maßnahmen. Manchmal fragt man sich, ob erst ein Unfall passieren muss“, so Blankenfeld.

Ganz neu ist das Problem dabei nicht. In den vergangenen Jahren haben Anlieger wiederholt über den zunehmenden Verkehr auf ihren teils nur einspurig befahrbaren Wohnstraßen geklagt. Die Stadt sah bisher aber keinen Grund, etwas zu ändern  

„Jetzt haben wir eine neue Situation“, begründet Blankenfeld die Initiative. Diese wird nach ihrer Auskunft von rund 90 Anwohnern und mehr als zehn sozialen Einrichtungen im Viertel von der Kita bis zum Seniorenheim unterstützt. Alle fordern in einem Antrag an den BA eine „entlastende Verkehrsregelung (...), um den drohenden Kollaps auf dieser Strecke zu verhindern“. 

Möglichkeiten gibt es aus Bürgersicht mehrere: eine Durchfahrtssperre zwischen der Braganza- und Johann-Schmaus-Straße, wie sie bis 2012 bestand, oder eine Einbahn- beziehungsweise Anliegerstraßenregelung. Ein weiterer Vorschlag lautet, das geplante Haus für Kinder über die Dom-Pedro-Straße zu erschließen. „Die Eltern kommen sonst zu einer Zeit, zu der durch den Schleichverkehr bereits heute eine äußerst angespannte Lage herrscht“, sagt Kristina Blankenfeld.

Der BA hat sich des Problems angenommen und bestätigt in einem Schreiben ans Kreisverwaltungsreferat, „dass das Verkehrs­aufkommen hier stark zugenommen hat“. Als Basis für weitere Entscheidungen fordert das Gremium eine Verkehrszählung.

Ursula Löschau

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