Neuhausen

Kinderintegrationsprojekt in der Grundschule an der Hirschbergstraße stößt an Grenzen

1 von 4
Das Geheimnis des Erfolgs: Um jedes Kind kümmert sich jeweils ein Betreuer.
Das Geheimnis des Erfolgs: Um jedes Kind kümmert sich jeweils ein Betreuer.
2 von 4
Das Geheimnis des Erfolgs: Um jedes Kind kümmert sich jeweils ein Betreuer.
Das Geheimnis des Erfolgs: Um jedes Kind kümmert sich jeweils ein Betreuer.
3 von 4
Das Geheimnis des Erfolgs: Um jedes Kind kümmert sich jeweils ein Betreuer.
4 von 4

Es ist ein Hilferuf: Sowohl Geld als auch Betreuer fehlen für dieses Integrationsprojekt.

Vido Voigt (79, Foto) ist stolz auf seine Schüler aus elf Jahren Kinder­integrationshilfe Neuhausen. Sie machen einen Schulabschluss, lernen einen Beruf und engagieren sich teils selbst für den Verein, der ihnen einst durch die Grundschule geholfen hat. Seit 2006 unterstützt das gemeinnützige Projekt Kinder mit Migrationshintergrund dabei, Sprach- und Lernschwächen auszugleichen. Doch jetzt brauchen Voigt und seine Mitstreiter selbst Hilfe.

„Der Bedarf ist groß“, sagt der pensionierte TV-Journalist aus Gern. „Aber mehr als zwölf Kinder können wir nicht aufnehmen“, bedauert er. Streng genommen würden Geld und Helfer sogar nur für zehn Plätze reichen. Deshalb sucht Voigt dringend weitere Ehrenamtliche und Sponsoren.

Gelernt wird dienstags und donnerstags jeweils 90 Minuten lang in Räumen der Hirschbergschule. „Viele Ehrenamtliche können nur einmal pro Woche. Es ist aber wichtig, dass die Kinder feste Bezugspersonen haben“, betont Voigt. „Außerdem werden wir alle nicht jünger“, so der 79-Jährige. Schon jetzt werden die Ehrenamtlichen durch studentische Hilfskräfte unterstützt. Doch bei deren Bezahlung stößt der Verein, der sich über Mitgliedsbeiträge und Stiftungsgelder finanziert, an Grenzen. „Wir brauchen Hilfe, sonst müssen wir unser Angebot eindampfen“, erklärt Voigt.

Ans Aufgeben denkt er aber nicht. „Dieses Projekt ist so wichtig, und wir bekommen sehr viel Anerkennung. Das ist ein toller Antrieb.“ Außerdem verrät er: „Die Arbeit mit den Kindern, die hält einen einfach jung.“
Ursula Löschau

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Weinverkostung der Extraklasse am 28. April im EATALY München
Weinverkostung der Extraklasse am 28. April im EATALY München
Hearing China: Chinesische Virtuosen zwischen Tradition und Moderne
Hearing China: Chinesische Virtuosen zwischen Tradition und Moderne

Kommentare