Verein möchte ins Kreativquartier

Gemeinschaftsgärtner heimatlos: Gelände an der Schwere-Reiter-Straße geräumt

Vanessa Blind, Rolf Sterzinger, Mickel Rentsch und Maria Frank (Foto, von links) bei der Räumung ihrer bisherigen Gartenfläche an der Schwere-Reiter-Straße.
+
Vanessa Blind, Rolf Sterzinger, Mickel Rentsch und Maria Frank (Foto, von links) bei der Räumung ihrer bisherigen Gartenfläche an der Schwere-Reiter-Straße.

Neuhausen - Seit 2012 bereits ist der Verein "o'pflanzt is" in einem Gemeinschaftsgarten an der Schwere-Reiter-Strasse. Doch den Stammplatz muss der Verein jetzt räumen

Aus und vorbei: Auf dem rund 3300 Quadratmeter großen Gelände an der Schwere-Reiter- und Emma-Ihrer-Straße erinnert nichts mehr daran, dass der Verein „o’pflanzt is“ dort seit 2012 einen Gemeinschaftsgarten mit vielen öffentlichen Veranstaltungsangeboten betrieben hat. Die 60 Vereinsmitglieder und ihre Familien sind ab sofort „heimatlos“, wie die Initiatorin des Projekts, Vanessa Blind, sagt. „Die Leere auf der Fläche spiegelt unsere Gefühlslage wider.“ Noch hat der Verein keine neue Fläche, obwohl seit Monaten intensiv gesucht wird (Hallo berichtete). Auch die Bemühungen des Bezirksausschusses (BA) Neuhausen-Nymphenburg haben nicht gefruchtet. Das Gremium hatte sich zum einen bei der Stadt für einen neuen Standort für den Gemeinschaftsgarten eingesetzt und zum anderen den Freistaat aufgefordert, den Pachtvertrag zu verlängern, bis dessen Wohnungsbauprojekt dort tatsächlich startet. Jetzt stehen die Gartler mit fast nichts da. Für ihre vier Bienenvölker, ihren Bauwagen und Werkzeuge haben sie in Neuhausen auf privater Basis eine Unterstellmöglichkeit gefunden. Und sie haben zwei Flächen im Viertel im Auge, um die sie jetzt kämpfen wollen: „Unser Favorit ist ein Areal im Kreativquartier“, sagt Blind.Plan B wäre ein Grundstück neben dem Wertstoffhof an der Arnulfstraße beim Romanplatz. Dort ist die Erde jedoch schadstoffbelastet. Der BA lässt nun beide Vorschläge prüfen.ul

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

So wird Freihams neue Mitte
So wird Freihams neue Mitte
„Ärzte verweigern die Behandlung“
„Ärzte verweigern die Behandlung“
Voller Einsatz für mehr Aufenthaltsqualität
Voller Einsatz für mehr Aufenthaltsqualität

Kommentare