München – echt exotisch!

Erleben Sie die Aktionswoche im Botanischen Garten in Nymphenburg!

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Sieht aus wie eine Bromelie, ist aber keine: Cochliostema odoratissimum hat eine Trichterform, um Wasser zu speichern. Das Besondere: In der gesamten Pflanzenfamilie gibt es sonst keine Trichterform. Das zeigt, wie anpassungsfähig sie an ihre Umwelt ist – sie kommt im tropischen Amerika vor.
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Sieht aus wie eine Bromelie, ist aber keine: Cochliostema odoratissimum hat eine Trichterform, um Wasser zu speichern. Das Besondere: In der gesamten Pflanzenfamilie gibt es sonst keine Trichterform. Das zeigt, wie anpassungsfähig sie an ihre Umwelt ist – sie kommt im tropischen Amerika vor.
Feucht statt trocken: Kakteen vermutet man in Wüsten, aber in den Tropen? Im tropischen Amerika kommt die pink blühende Pseudorhipsalis Amazonica vor. Sie setzt sich auf Bäume – „Baum und Kaktus leben in friedlicher Koexistenz“.
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Feucht statt trocken: Kakteen vermutet man in Wüsten, aber in den Tropen? Im tropischen Amerika kommt die pink blühende Pseudorhipsalis Amazonica vor. Sie setzt sich auf Bäume – „Baum und Kaktus leben in friedlicher Koexistenz“.
Die Knolle ist ein Koloss: Sie wiegt 32 Kilo und wenn der Titanwurz blüht, ist es der größte Blütenstand der Welt. Viele hunderte Blüten sitzen an der Pflanze. In den nächsten Tagen soll sich das Exemplar auf unserem Foto, das noch nie geblüht hat, öffnen.
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Die Knolle ist ein Koloss: Sie wiegt 32 Kilo und wenn der Titanwurz blüht, ist es der größte Blütenstand der Welt. Viele hunderte Blüten sitzen an der Pflanze. In den nächsten Tagen soll sich das Exemplar auf unserem Foto, das noch nie geblüht hat, öffnen.
Ihre Blätter erinnern an Algen: Und das zeigt, wie alt die Welwitschia Mirabilis ist. „Als im Laufe der Evolution die Algen an Land kamen, brauchten sie ein Skelett – das ist der kleine Stamm“, sagt Bayer. Sie kommt am Küstenstreifen von Namibia und Angola vor und gilt als „lebendes Fossil“.
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Ihre Blätter erinnern an Algen: Und das zeigt, wie alt die Welwitschia Mirabilis ist. „Als im Laufe der Evolution die Algen an Land kamen, brauchten sie ein Skelett – das ist der kleine Stamm“, sagt Bayer. Sie kommt am Küstenstreifen von Namibia und Angola vor und gilt als „lebendes Fossil“.
Der Baum galt als ausgestorben: Wollemia nobilis. Denn man kannte diese Art nur aus 50 Millionen Jahre alten Fossilienfunden. Dann aber hat man in einer Schlucht nahe Sydney lebende Exemplare entdeckt. Samen wurden verschickt – und jetzt gedeiht das Urzeit-Gewächs an der Menzinger Straße.
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Der Baum galt als ausgestorben: Wollemia nobilis. Denn man kannte diese Art nur aus 50 Millionen Jahre alten Fossilienfunden. Dann aber hat man in einer Schlucht nahe Sydney lebende Exemplare entdeckt. Samen wurden verschickt – und jetzt gedeiht das Urzeit-Gewächs an der Menzinger Straße.

Nymphenburg: Der Botanische Garten lädt zur „Woche der Vielfalt“ – diese außergewöhnlichen Arten gedeihen bei uns.

Der Botanische Garten in Nymphenburg ist ein Eldorado: Nicht nur für blumenbegeisterte Besucher, sondern auch für die Wissenschaft, denn dort sind 14 000 bis 16 000 Arten zu finden. Diese Vielfalt wird jetzt in der Woche „Verband Botanischer Gärten – 25 Jahre gemeinsam für die Vielfalt“ gefeiert. Die Aktionswoche mit verschiedenen thematischen Führungen findet vom 10. bis 18. Juni statt.

Ziel ist es, die Menschen für den Erhalt der Arten zu sensibilisieren. Denn viele von ihnen sind bedroht. „Durch fehlende Hecken und Ackerzwischenräume werden die Lebensräume von Pflanzen, aber auch Tieren zerstört“, sagt Dr. Ehrentraud Bayer (63/Foto). Die Sammlungsdirektorin gibt ein Beispiel: „Der Frauenspiegel, der zwischen den einzelnen Äckern gewachsen ist, ist sehr selten geworden.“ Und es geht weiter: Fehlen die bunten Blumen, findet die Wildbiene keine Nahrung.

Obendrein vertragen viele Blumen keinen Dünger, deshalb ist auf vielen Wiesen nur noch Löwenzahn zu sehen – bunte Wiesenblumen fehlen. Was können die Münchner tun? Gärten nicht „zu sehr aufräumen“, denn unter Laub und Co. gedeihen Flora und Fauna. Pfanzen sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch wichtig für Arzneien und Tees: „So wirkt der Orangenblüten und Melissentee entspannend.“ Wie groß die Vielfalt in München ist und welche Exoten es im Botanischen Garten zu entdecken gibt, lesen Sie unten – eine Auswahl von Expertin Ehrentraud Bayer.

Ines Weinzierl

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