Gute Aussichten auf eine Erweiterung der Anlage der FT Gern

Eine große Chance für den Sport

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Die Anlage der FT Gern (hinter den Bäumen links) grenzt direkt an die Landshuter Allee.

Neuhausen – Bekommen die Sportler der FT Gern bald mehr Platz zum Auspowern? Der Bau des Tunnels unter der Landshuter Allee böte möglicherweise Gelegenheiten für eine Erweiterung der Anlage

Der neue, knapp 1,5 Kilometer lange Tunnel der Landshuter Allee soll mit drei Fahrspuren pro Richtung die Straßen an der Oberfläche vom Verkehr entlasten und die trennende Wirkung des Mittleren Rings in Neuhausen abmildern. Zudem prüft das Baureferat jetzt, ob dies auch die Chance böte, die Sportanlage der FT Gern zu erweitern.

Die Skizze zeigt, wie durch eine Fahrspurverschwenkung Platz für die Sportanlage geschaffen werden könnte.

Konkret: Auch nach dem Tunnelbau wird es oberirdisch je eine Fahrspur pro Richtung geben. Dazwischen ist ein Mittelband geplant, das Platz für Begegnungs- und Spielflächen, Rad- und Fußwegverbindungen sowie parkähnliche Bereiche bietet. Auf Höhe der Vereinsanlage der FT Gern zwischen der Dom-Pedro- und der Hanebergstraße könnte der westliche Fahrstreifen so verschwenkt werden, dass die gewonnene Fläche der Sportanlage zugute käme. „Das kam bei den Bürgern gut an“, so der Eindruck von Anna Hanusch (Grüne), Vorsitzende des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg, nach einem Infoabend des Baureferats. Dabei präsentierte Frank Frisch­eisen vor rund 100 Bürgern die aktuelle Vorplanung für den Allee-Tunnel. Zu Zeitangaben ließ er sich nicht hinreißen. Hier hilft Tunnel-Kritikerin Hanusch nach: „Bis das fertig ist, wird es wohl 2030 werden.“

Pia Kraske und Michael Franke kämpfen für Sportvereine.

Für Verzögerungen sorgt nicht zuletzt ein weiterer Prüfungsauftrag: zur Verlängerung des Tunnels unter der Arnulfstraße nach Süden (Hallo berichtete). Eine nach Norden verlängerte Röhre über die Borstei hinaus – wie von Bürgern gefordert – lehnt die Stadt ab. Allerdings soll die Borstei eine 330 Meter lange und 5,5 Meter hohe Lärmschutzwand bekommen.

Begeistert von einer Sportflächenerweiterung wäre FT-Gern-Präsident Michael Franke. Er selbst hat diese Option vor einiger Zeit ins Gespräch gebracht. Allerdings wäre es für seinen Verein wichtig, „schnellstens zu wissen, wie wahrscheinlich ein solches Szenario Realität werden würde, um nicht Tatsachen zu schaffen, die später eine Entwicklung behindern würden“.

Ursula Löschau

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