Richtungswechsel am Romanplatz?

Chaos auf der Mega-Baustelle – So reagiert die MVG

+
Bauzäune, gelbes Markierungsband – noch beschränken sich die Arbeiten am Romanplatz darauf, die Baustelle einzurichten. Trotzdem – oder gerade deswegen gibt es Chaos.

Nymphenburg – Wo geht’s jetzt lang? Die ersten Baustellentage – und schon herrscht Frust am Romanplatz – Hallo berichtet, wo die MVG noch Verbesserungsbedarf sieht

Jetzt ist das befürchtete Chaos da. Seit dem 11. März ist es eng am Romanplatz. Am ersten Tag der Baustelle zur Gestaltung des neuen ÖPNV- und Quartiersmittelpunkts (Hallo berichtete) brauchten Autofahrer bis zu 30 Minuten, um den wichtigen Verkehrsknotenpunkt zu überqueren. Die Zufahrten von der Arnulfstraße, der Notburgastraße und der Wotanstraße wurden auf jeweils eine Fahrspur reduziert. Besonders schlimm ist der Rückstau entlang der Wotanstraße – und das obwohl Autofahrer derzeit noch die zweite Spur mitnutzen, die eigentlich ab Höhe Walhallastraße den Buslinien 51 und 151 freie Fahrt gewährleisten sollte. „Aber auch unsere Busse stehen im Stau, da die Autofahrer die Busspur leider nicht respektieren“, erklärt MVG-Sprecher Matthias Korte.

Der Rückstau an der Wotanstraße betrifft auch die – eigentlich für Autofahrer verbotene – Busspur.

Nach den Erfahrungen der ersten beiden Tage habe man das Kreisverwaltungsreferat informiert und werde auch die Polizei direkt bitten, hier verkehrslenkend einzugreifen. „Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, müssen wir über eine Verlängerung der Busspur bis zur Laimer Unterführung nachdenken – so dass der Autoverkehr gar nicht erst zweispurig wird“, so Korte.

Aber eine erste Bilanz könne man erst nach zwei, drei Wochen ziehen. „So viel Zeit brauchen die meisten Baustellen, um sich einzuspielen“, erklärt der MVG-Sprecher.

Außerdem würde diese Woche noch viel auf der Fahrbahn gearbeitet, um den Verkehr umzulegen und die Baustelle einzurichten. Anfang nächster Woche, wenn die eigentlichen Bauarbeiten starten, würden zusätzliche Behinderungen wegfallen, so Korte. Und bis dahin hätten sich die Autofahrer, die eine Chance haben, den Romanplatz zu umfahren, auf Alternativrouten umgestellt. Die schlechte Nachricht: Eine davon wird abgeschnitten, wenn am 20. September für sieben Woche die Laimer .

Maren Kowitz

Das sind die Einschränkungen bei Bus und Tram

Bis zu 30 Minuten brauchen Autofahrer momentan, um den Verkehrsknotenpunkt zu überqueren. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel stehen im Stau, da die extra abgetrennte Busspur des Öfteren von Autofahrern blockiert wird.

Dadurch, dass die (End-)haltestelle Romanplatz nicht bedient werden kann, enden die Tramlinien 16 und 17 an einer provisorischen Wendeschleife an der Arnulfstraße/Höhe Nibelungenstraße. Diese Haltestelle ist etwa 200 Meter vom Romanplatz entfernt. Von hier übernehmen Ersatzbusse mit der Liniennummer 17 die Weiterfahrt über den Romanplatz bis zur Endhaltestelle Amalienburgstraße.

Auch bei den Buslinien 51 und 151 kommt es zu Änderungen: Die Bushaltestelle Romanplatz Richtung Moosach Bahnhof/Westfriedhof beziehungsweise Blutenburg wird an den rechten Fahrbahnrand verlegt, um das Baufeld in der Platzmitte freizumachen. An derselben Haltestelle können Fahrgäste vom/zum Ersatzbus 17 beziehungsweise N17 umsteigen.

Bei den Buslinien 51 und 151 zwischen Westfriedhof beziehungsweise Moosach und Schloss Nymphenburg ändern sich die Abfahrtszeiten und die Fahrzeiten verlängern sich. Die so genannten Kurzfahrten der Buslinie 151 von circa 9 bis 12 Uhr werden auf den Abschnitt Waldfriedhof bis Laim Bahnhof verkürzt.

Weitere Artikel zu diesem Thema

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Pasingerin wird Dreifach-Weltmeisterin
Pasingerin wird Dreifach-Weltmeisterin
Neue Hiobs-Botschaft: Vor diesem Problem steht die Bruderschaft jetzt
Neue Hiobs-Botschaft: Vor diesem Problem steht die Bruderschaft jetzt

Kommentare