Sie brennen für den Frieden

Wie das Licht aus Betlehem nach München kam

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Antonia Gruber, Caitlin Arnold-Brogan und Lydia Kunert (von links) von den Neuhauser Pfadfindern mit dem Friedenslicht.

Neuhausen – Unter dem Motto „Frieden braucht Vielfalt – für eine tolerante Gesellschaft“ tragen Pfadfinder in der Adventszeit Licht aus Betlehem in tausende Münchner Häuser und soziale Einrichtungen

Das Friedenslicht wird jedes Jahr im November von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem entzündet und anschließend in die Städte und Dörfer Europas gebracht.

Als neunjährige Pfadfinderin war Caitlin Arnold-Brogan zum ersten Mal dabei, als das Friedenslicht aus Betlehem vom Münchner Liebfrauendom aus in tausende Haushalte und Einrichtungen der Stadt getragen wurde. Heute ist die Nymphenburgerin 25 Jahre alt und organisiert als Gruppenleiterin des Pfadfinder-Stamms Neuhausen in St. Vinzenz selbst die Friedenslicht-Aktion in ihrem Stadtteil. Das begeistert sie wie am ersten Tag: „Ich freue mich jedes Jahr, so viele Kinder und Jugendliche zu sehen, die für den Frieden einstehen“, sagt sie.

Bis Weihnachten wird das Friedenslicht an Gottesdienstbesucher, soziale Einrichtungen, Freunde und Familie verteilt.

Rund 2000 aus ganz Oberbayern sind es heuer, die am dritten Adventssonntag in der Frauenkirche bei einem der größten ökumenischen Jugendgottesdienste im deutschsprachigen Raum das Licht für den Frieden in Empfang genommen haben, um es an die Menschen in ihren Pfarreien weiterzugeben. 20 von ihnen gehören dem Neuhauser Pfadfinder-Stamm an. Sie verteilen das Licht bis Weihnachten an Gottesdienstbesucher, soziale Einrichtungen, Freunde und Familie. 

Hannah (6) zum Beispiel ist das erste Mal dabei und sagt: „Am schönsten ist es, wenn ich meiner Oma eine Kerze mit dem Friedenslicht bringen kann, weil sie sich dann freut.“ Lea (12), die schon öfter mitgeholfen hat, betont: „Für mich bedeutet das Friedenslicht den Beginn von Weihnachten und dass man sich für eine gute Sache einsetzt.“

Ursula Löschau

Von Betlehem nach München

Die Aktion „Friedenslicht aus Betlehem“ wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen und wird in Bayern von den Pfadfinderverbänden getragen, die rund 40 000 Mitglieder zählen. 

Das Friedenslicht wird jedes Jahr im November von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem entzündet und nach Wien gebracht. Von dort aus verteilen es Pfadfinder in die Städte und Dörfer Europas – München eingeschlossen. 

In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Frieden braucht Vielfalt – für eine tolerante Gesellschaft“.

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