Mehr Bürgernähe bei Versammlungen gefordert

Bibber-Versammlung in Neuhausen

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Die neue Turnhalle des Adolf-Weber-Gymnasiums hat sich jüngst nicht als Ort für Bürgerversammlungen bewährt. Die Heizung versagte. 200 von anfangs 300 Teilnehmern (Foto) gingen vorzeitig.

Neuhausen – Zahlreiche Anträge und Diskussionen: die Münchner Bürgerversammlungen sind zu Beginn meist gut besucht, doch zwei Drittel der Anwohner gehen vor den Abstimmungen am Ende – Das soll sich künftig ändern

Ist der übliche Ablauf der jährlichen Bürgerversammlungen in den Stadtbezirken noch zeitgemäß? Grünen- und CSU-Stadträte finden das nicht und fordern, das Format moderner und bürgernaher zu gestalten. Denn: Sind die Versammlungen zu Beginn in der Regel noch gut besucht, lichten sich im Lauf der oft mehr als dreistündigen Veranstaltungen meist deutlich die Reihen. Aktuelles Beispiel: Von etwa 300 Bürgern zum Auftakt der jüngsten Versammlung für Neuhausen-Nymphenburg waren bis zu den Abstimmungen am Schluss nur noch knapp 100 da.

Nun: In diesem Fall könnte auch die Kälte dazu beigetragen haben, die sich während des Abends in der Halle ausbreitete. Matthias Kristlbauer vom Direktorium der Stadt bedauert auf Hallo-Anfrage, es habe „offensichtlich einen technischen Defekt“ gegeben. 

Viertel-Chefin Anna Hanusch (Grüne) sieht darin aber auch nicht das Problem: „Es war schon immer so, dass es zum Ende bei den Abstimmungen deutlich weniger wurden und nur noch höchstens die Hälfte da ist.“ Sie schlägt unter anderem vor, dass Anträge auch vorab schon online gestellt und bei der Versammlung auf einer Leinwand präsentiert werden können. Die CSU fordert, dass der einleitende Teil samt Berichten von Stadt, Bezirksausschuss und Polizei künftig nicht länger als 45 Minuten dauern darf.
Das und mehr steht laut Kristlbauer jetzt bei der Verwaltung „auf dem Prüfstand“.

Ursula Löschau

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