Start am 6. Oktober mit Arthaus-Programm: Täglich mindestens sechs Vorstellungen in zwei Sälen

Neues Konzept für „Neues Maxim“

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Die neuen Betreiber Regine Stoiber, Beate Muschler und Anne Harder (v. li.) packen beim Einbau der Sessel mit an.

Das "Neue Maxim" in der Landshuter Allee 33 öffnet Anfang Oktober seine Pforten für Besucher. Was sie hier erwartet, lesen Sie hier.

Bei Beate Muschler (46) und Anne Harder (32) wechselt die Stimmung zur Zeit mehrfach täglich zwischen Angst und Vorfreude. „Wird alles klappen? Haben wir an alles gedacht? Das fragen wir uns im Moment ständig“, sagt Muschler. Aus Liebe zum Kino hat sie zusammen mit drei weiteren Cineasten das „Maxim“ an der Landshuter Allee 33 übernommen (Hallo berichtete) und ein „Neues Maxim“ geschaffen. Dort startet am Donnerstag, 6. Oktober, um 17 Uhr der Betrieb.

„Wir haben das Maxim ins 21. Jahrhundert geholt und gleichzeitig versucht, den alten Charme zu erhalten“, sagt die künftige Geschäftsführerin Anne Harder. Sie lebt selbst in Neuhausen und wird die tägliche Arbeit vor Ort leisten. Neu sind unter anderem zwei Säle. Neben dem renovierten Vorführraum mit 80 Plätzen im Erdgeschoss gibt es jetzt auch einen kleinen Saal mit 30 Plätzen im Untergeschoss. Das ermöglicht künftig sechs und mehr Vorstellungen pro Tag. „Wir wollen ein breiteres Interessenspektrum abdecken“, beschreibt Harder das geplante Arthaus-Programm, zu dem auch Festivals, Themenreihen und Dokumentarfilme gehören sollen. Die Haus- und Vorführtechnik wurde modernisiert. Zudem wurden die einstigen Fenster in der Fassade nach altem Vorbild wiederhergestellt. „Jetzt kann man auch tagsüber interessante Veranstaltungen anbieten“, sagt Harder.

Wichtig ist den neuen Betreibern dabei ein guter Kontakt zum Stadtteil. „Wir wollen hier ankommen und ein kultureller Treff im Viertel sein“, sagt Beate Muschler. Deshalb beteiligt sich das Kino auch gleich an zwei Stadtteilaktionen: der Neuhauser Musiknacht am 22. Oktober sowie den „Kultüren“ am 22. und 23. Oktober.

Wie groß das Interesse im Viertel ist, haben die Betreiber schon während der Umbauarbeiten erlebt. „Viele Leute haben gefragt, ob sie etwas helfen können“, sagt Anne Harder. Einem neu gegründeten Förderverein für das Stadtteilkino sind bereits mehr als 30 Mitglieder beigetreten. ul

Das „Underdox“-Filmfestival gastiert erstmals im „Neuen Maxim“. Gezeigt wird das 482-minütige Schwarzweiß-Epos „A lullaby to the sorrowful mystery“ von Lav Diaz in zwei Teilen am Samstag und Sonntag, 8. und 9. Oktober. Beginn ist jeweils um 10.30 Uhr.

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