Bürger diskutieren Ideen für Quartiersplatz an der Wiesentfelser Straße

Neuaubings neue Mitte?

Die Gegend an der Kreuzung von Wiesentfelser Straße und Riesenburgstraße soll lebenswerter werden. Im Gespräch ist ein neuer Quartiersplatz zwischen der katholischen Kirche St. Markus, den Schulen und dem Ladenzentrum (Foto). Welche Ideen es gibt, lesen Sie hier.

Neuaubing soll schöner werden, genauer gesagt der Bereich an der Ecke Wiesentfelser/Riesenburg­straße. Es geht um das Ladenzentrum und den Platz gegenüber, der zwischen der katholischen Kirche St. Markus und den Schulen liegt. Diese Gegend im Sanierungsgebiet Neuaubing-Westkreuz soll mit Geldern aus dem von Stadt, Freistaat und Bund unterstützten Sanierungsprogramm „Aktive Zentren“ zu einem neuen Quartiersplatz aufgewertet werden. Maßgeblich daran beteiligt ist Dr. Ulrich Wieler. 

Die Architekten Nikolai Freiherr von Brandis (links) und Ulrich Wieler zeigen ein Modell des Bereichs Wiesentfelser/Riesenburg­straße. Die markierten Orte könnten umgestaltet werden.

Wieler arbeitet für das Architekturbüro Umbau-Stadt, das von der Stadt München mit einer Untersuchung des Viertels beauftragt wurde, um die Umgestaltung zu planen. Gemeinsam mit Bürgern und seinem Kollegen Nikolai Freiherr von Brandis hat Wieler sich das Gebiet nun bei einem Quartiersspaziergang angeschaut. Seine Erkenntnisse: „Der Bereich bietet Potenzial, das es zu stärken gilt: viel Platz und viele Fußwege, einige Einrichtungen und wertvolle alte Bäume.“ Ein Zukunftsrisiko könne die Stadtrandlage sein, ebenso wie künftig eine Verkehrszunahme wegen des Entwicklungsgebiets Freiham. „Zudem ist bei der Quartiers­platz-Entwicklung zu bedenken, dass mehrere Eigentümer betroffen sind: die Kirche, die städtische Wohnungsgesellschaft GWG mit dem Ladenzentrum und die Stadt mit den Schulen und dem Platz zur Kirche.“ Für den hat Ömer Cakmak eine Idee.

„Schön wär’s, wenn man da einen Treffpunkt für junge Erwachsene herrichten könnte“, sagt der 21-Jährige, einer der Teilnehmer des Quartiersspaziergangs. „Ein paar Bänke oder ein Pavillon, das würde ja schon reichen.“ Und Cakmak hat auch noch einen Wunsch fürs Ladenzentrum, das zu Beginn des kommenden Jahrzehnts abgerissen und neu gebaut werden soll: „Statt Beton – wie jetzt – fände ich dann eine Konstruktion aus Holz und Glas gut.“ Auch Ulrich Wieler hat das Zentrum im Auge.

„Langfristig sollte es zu einem offenen und gern frequentierten Ort umgestaltet werden“, sagt der Architekt. „Außerdem gilt es, von dort aus bessere Übergänge über die vielbefahrene Wiesentfelser Straße hin zu Kirche und Schulen und zum Freiraum dazwischen zu schaffen – etwa durch zusätzliche Ampeln.“ Kurzfristig umsetzbar seien Ideen wie die mit den Sitzbänken. Zunächst aber müsse die Untersuchung abgeschlossen werden.

„Bis Anfang 2017 soll’s so weit sein“, sagt Patrick Hartmann vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung. „Das Ergebnis wird dann dem Bezirks­ausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied vorgestellt werden.“
Christopher Beschnitt
Weitere Infos im Internet auf www.neuaubing-westkreuz.de

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