Leiter geht in Ruhestand

Neuanfang im Alten- und Servicezentrum (ASZ) Aubing

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Klaus Böck (rechts) freut sich über seinen fachlich qualifizierten Nachfolger Oliver Heymann. 

Aubing: Langjähriger Leiter Klaus Böck geht in Ruhestand – Nachfolger Oliver Heymann hat einen klaren Schwerpunkt

Nach 13 Jahren als Einrichtungsleiter verlässt Klaus Böck Ende Dezember das Alten- und Servicezentrum (ASZ) Aubing und verabschiedet sich in den Ruhestand. Sein Nachfolger Oliver Heymann (32) hat schnell erkannt, an welch besonderen Arbeitsplatz er wechselt: „Hier wird unglaublich viel gelacht. Wenn die Senioren reinkommen, haben sie sofort ein Strahlen im Gesicht.“ 

Böck baute ASZ Aubing mit auf

Dafür haben Böck und sein Team hart gearbeitet. Im Mai 2007 eröffnete das ASZ. Tragende Säule sei von Anfang an der Mittagstisch gewesen. „Es ist ein niederschwelliges Angebot, zu dem sich die Leute einfach reintrauen und man erste Gespräche führen kann“, sagt Böck. Außerdem rief Böck eine mobile Werkstätte ins Leben. „Die defekte Glühbirne einer alten Dame war die Initialzündung.“ Er organisierte einen Reparaturdienst aus Ehrenamtlichen, der Hausbesuche macht. Auch den Aufbau der Nachbarschaftshilfe und des Fahrdienstes zum ASZ unterstützte Böck mit viel Energie. 

Für ihn stand immer Eines im Mittelpunkt: „Ich wollte den Menschen ermöglichen, solange es geht, in der häuslichen Umgebung zu bleiben.“ Doch auch darüber hinaus engagierte er sich, denn das ASZ sollte die Menschen niemals nur versorgen. Unter seiner Leitung gab es zahlreiche Feste, Vorträge und Musikveranstaltungen. „Ich wollte gemeinsam mit meinem Team den Menschen eine Heimat geben.“ 

Das hat Nachfolger Oliver Heymann vor

Sein Nachfolger Heymann tritt in große Fußstapfen. Dennoch freut sich der 32-Jährige auf die Aufgabe. Er kennt den Stadtbezirk, denn Heymann ist in Neuaubing aufgewachsen. Nach dem Pädagogikstudium ging er nach Berlin, wo er zuletzt mehrere Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen koordinierte. In Aubing will er einen Schwerpunkt darauf legen, die digitalen Kompetenzen der Senioren zu stärken. Es soll Vorträge und eine monatliche Smartphone-Sprechstunde geben. 

Eine große Herausforderung wird der neue kostenlose Mittagstisch sein, der münchenweit eingeführt wurde. „Dadurch kommen zehn bis zwölf neue Leute. Das wird schwierig, weil unsere Küche dafür zu klein ist. Wir schaffen maximal 45 Essen“, sagt Böck. Nötig wären mehr als 50 Portionen. Auch ansonsten stößt die Einrichtung an ihre räumlichen Grenzen. Entlastung könnten eine neue Außenstelle des ASZ am Westkreuz und der geplante Bewohnertreff in Lochhausen bringen. 

Zukunftspläne von Klaus Böck

Böck sagt zwar: „Für mich war es der beste Arbeitsplatz, den es gibt.“ Dennoch freut er sich auf die Zukunft. „Ich werde mich im kulturellen Bereich ehrenamtlich engagieren und habe viel mit meiner Frau vor.“ Auch dem ASZ wird er mit kleineren Tätigkeiten wie dem Musikantenstammtisch erhalten bleiben. 

Andreas Schwarzbauer

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