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Anruf von falschen Polizeibeamten: Münchnerin verliert mehrere tausend Euro Bargeld ‒ Hinweis der Polizei

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In zwei verschiedenen Fällen wurden ältere Personen in München von falschen Polizeibeamten über das Telefon zur Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen genötigt.
Eine ältere Frau wurde von falschen Polizeibeamten über das Telefon zur Herausgabe von Geld und Wertgegenständen gebracht. (Symbolbild) © dpa/Robert Michael

Eine über 60-Jährige Münchnerin hat nach einem Anruf von falschen Polizeibeamten mehrere tausend Euro Bargeld und Schmuck an die Betrüger verloren.

Lochhausen - Am Dienstagmittag wurde eine über 60-Jährige Münchnerin Opfer eines organisierten Callcenter-Betrugs. Sie übergab falschen Polizeibeamten mehrere tausend Euro Bargeld und Schmuck.

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Betrugs-Anruf von falschen Polizeibeamten: Münchnerin übergibt mehrere tausend Euro Bargeld und Schmuck

Die Münchnerin erhielt einen Anruf von einer unbekannten Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab und der Münchnerin glaubhaft machte, dass es in der Nachbarschaft in Lochhausen zu einem Raubüberfall gekommen sei, nachdem eine Frau nun im Koma liegen würde. Von den vier angeblichen Tätern des Raubs seien zwei festgenommen worden. Bei einem davon sei eine Liste mit Namen aufgefunden worden, auf der auch der Name der Lochhauserin vermerkt sei.

Das Gespräch wurde von einem zweiten falschen Polizeibeamten übernommen, der sich als Einsatzleiter im Zusammenhang mit dem Raubüberfall ausgab. Er erklärte der über 60-Jährigen, dass erste Ermittlungen eine undichte Stelle bei ihrer Bank ergeben hätten und bekannt wäre, dass sich auf ihrem Konto mehrere tausend Euro befinden würden.

Daraufhin bat der Anrufer die Münchnerin, sich als Lockvogel zur Verfügung zu stellen. Dem stimmte sie zu, hob mehrere tausend Euro von ihrem Konto ab, packte das Bargeld und Schmuck in einen Rucksack und übergab diesen am Abend einem unbekannten männlichen Abholer. Die Wertgegenstände sollte sie später in der Asservatenkammer abholen und würde zuvor nochmal einen Anruf erhalten. Nachdem sie diesen Anruf nicht erhielt, verständigte die Frau den die Polizei und der Betrug wurde bekannt.

Betrugs-Anruf von falschen Polizeibeamten in Lochhausen - Zeugenaufruf der Polizei

Den Abholer konnte die Frau wie folgt beschreiben: männlich, circa 30 bis 35 Jahre alt, circa 170 bis 175 cm groß mit schmaler Figur, schmalem Gesicht und Bartflaum, Brille mit dunklem Gestell, bekleidet mit dunkelgrauer Wollmütze, langärmligem, enganliegenden olivfarbenen Sweatshirt, grauen engen Jeans-Shorts und Turnschuhen.

Wer in Lochhausen im angegebenen Zeitraum im Bereich Grabenfleckstraße/Am Loferfeld/Asmarstraße/Georg-Kirmair-Gasse etwas wahrgenommen hat, das im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten, ist gebeten, sich mit der AG Phänomene des Polizeipräsidiums München, unter Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Polizei München

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden in vielen Fällen den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche oder Raubüberfälle in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass diese deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten. Des Weiteren wird oftmals über vermeintlich unlautere Bankmitarbeiter berichtet und hierdurch suggeriert, dass das Vermögen der Angerufenen in Gefahr sei.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, vor allem dann nicht, wenn von Ihnen sofortiges Handeln verlangt wird.

Werden Sie am Telefon aufgefordert Zahlungen oder Überweisungen zu tätigen, dann legen Sie umgehend auf und informieren Sie unter der 110 die Polizei. Weder ihre Bank noch andere seriöse Unternehmen verlangen von Ihnen Geschäfte, wie z.B. Kontoeröffnungen, am Telefon abzuschließen.

Sind Sie generell unsicher, dann legen Sie auf und haben Sie keine Scheu die Polizei unter 110 anzurufen. Lieber einmal zu viel als einmal zu spät! Nutzen Sie nicht die Rückruffunktion.

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