Lärmbelastung und Verkehrschaos

Laut Stadt fehlt Genehmigung - und trotzdem verdoppelt Autohändler seine Flächen

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Auf der gesamten Fläche zwischen Otilostraße und Paul-Hösch-Straße hat sich inzwischen ein Autohändler breit gemacht.

Ständig Abgase, Lärm und keine Parkplätze. Dies verursacht laut Anwohnern ein Autohändler, der seinen Standort mitten im Wohngebiet hat, aber ohne Genehmigung. Die Maßnahmen der Stadt könnten noch dauern...

Pasing – Ständig schrillen Autoalarmanlagen, heulen Motoren auf oder dröhnen die großen Staubsauger. Peter Ranftl und seine Nachbarn in der Otilostraße wissen nicht mehr weiter. 

Der ständige Lärm eines Auto­händlers, der sein Geschäft nur wenige Meter weiter auf einem Grundstück an der Ecke zur Landsberger Straße betreibt, zermürbe sie, so die Pasinger. 

Das Pikante: Das Grundstück liegt in einem allgemeinen Wohngebiet und der Autohändler habe keine Genehmigung für seinen Betrieb, so der Sprecher des Planungsreferats Ingo Trömer. 

Doch der Händler konnte bisher ungehindert weitermachen, hat jüngst seine Verkaufsfläche sogar verdoppelt. Für die Anwohner ist das ein Unding. 

Neben dem Lärm gebe weitere Probleme: Mitarbeiter und Kunden ließen die Motoren laufen, sodass bei entsprechender Windrichtung die Abgase in den benachbarten Gärten stünden, sagt Ranftl. 

Auf der gesamten Fläche zwischen Otilostraße und Paul-Hösch-Straße hat sich inzwischen ein Autohändler breit gemacht.

Seine Nachbarn, die unmittelbar neben dem Autohändler wohnen, hätten besonders zu leiden. Regelmäßig luden große Transporter Autos ab und blockierten dabei die schmale Otilostraße.

Viele Wagen parke der Händler zudem nicht auf seinem Gelände, sondern am Straßenrand oder einer nahen Grünfläche. „Die Parkplatzsituation ist eh schon grenzwertig und wird so noch weiter verschärft“, so Ranftl. 

Mehrmals hätten sie erfolglos versucht mit dem Eigentümer zu sprechen. Der Stadt ist das Problem bekannt. „Entlang der Bodenseestraße gibt es eine Reihe von Autohändlern, für die nur zum Teil (befristete) Genehmigungen vorliegen“, sagt Trömer. 

Das Planungsreferat prüfe gerade, inwieweit es gegen den Betrieb vorgehen könne. Das sei nicht ganz einfach. Das hat sich in Aubing gezeigt. Dort haben sich am Dreilingsweg mehrere Autoverkäufer illegal angesiedelt. 

Seit mehreren Jahren kämpft der Bezirksausschuss dagegen. Doch die Stadt hat den Händlern eine sozialverträgliche Auslauffrist eingeräumt, die immer noch andauert. Für Ranftl eine Horrorvorstellung: „Der Lärm belastet uns sehr.“ 

A. Schwarzbauer

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