Widerstand gegen Eishalle

Kritik an Eishallen-Plan – Bürger und Stadträte sind gegen überdachtes Station

Die Stadt will das sanierungsbedürftige Eissportzentrum München-West in Pasing abreißen. An seiner Stelle soll eine Halle mit größeren Eisflächen entstehen. Warum das Projekt erst 2022 starten kann und was Kritiker bemängeln...

Pasing – Gegen die Pläne der Stadt, in Pasing eine Eissporthalle zu bauen, regt sich Widerstand. „Die Münchner im Westen wollen keine seelenlose Eishalle“, sagt Anwohnerin Julia Kiesselbach. 

Der Sportausschuss will das sanierungsbedürftige Fun- und Eissportzentrum West abreißen. Bis 2024/25 soll stattdessen eine Halle mit zwei großen Eisflächen entstehen. 

Die Arbeiten sollen 2022 beginnen, damit die Stadt während der Bauphase Eiszeiten in der bis dahin fertiggestellten Multifunktionsarena im Olympiapark anmieten kann. Wie teuer das Projekt wird, steht noch nicht fest. 

Derzeit drängen sich die zahlreichen Eissportler aus dem Münchner Westen im Freien.

Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie klären, wie die Halle aussehen könnte. Sportreferentin Beatrix Zurek sagt: „Unsere Eis- und Funsportzentren sind bei den Bürgern sehr beliebt.“

 Kiesselbach hält dennoch nichts von den Plänen: 

„Eine überdachte Halle ist dunkel, kalt, braucht mehr Strom, ist nicht ökologisch und bringt noch mehr Probleme beim Unterhalt.“ Auch die Inline-Skater im Sommer würden lieber im Freien die Sonne genießen, anstatt in einem dunklen Gebäude zu fahren. 

Im Stadtrat plädiert Thomas Ranft (FDP) aus Kostengründen für eine Überdachung statt einer festen Eishalle. Mario Schmidbauer (Bayernpartei) ist selbst das zu viel. Eislaufen sei ein Freiluftsport. Am 18. Dezember entscheidet der Stadtrat über die Halle. 

andy

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