Absage wegen Corona

Geräusch- und Lichtaktion vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben

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Tonkünstler Daniel Door hat die Geräusche in verschiedenen Pasinger Läden aufgenommen. 

Auf spannende Geräuschkulissen und pulsierende Lichteffekte müssen die Pasinger wohl noch eine Weile warten  – das Event wurde wegen des Coronavirus vorerst auf Eis gelegt.

Update 12.03.2020, 14.30 Uhr

Das Event wird vorerst auf Grund des Coronavirus auf unbestimmte Zeit verschoben.

Bericht vom 12.03.2020, 10.00 Uhr: Künstlerkollektiv plant Geräusch- und Lichtaktion in Pasing

  • Geräusch- und Lichtaktion in Pasing Mitte April
  • Hintergrund zu dem Projekt
  • Insbesondere die Politik steht hinter dem Projekt
  • Pasing: Wie ihr Stadtviertel klingt – das können die Pasinger bald entdecken. Matthias Stadler und Klangkünstler Daniel Door vom Künstlerkollektiv „Tam Tam“ haben in verschiedenen Pasinger Geschäften die Geräusche aufgenommen, die dort zu hören sind. 

    Was die Münchner erwartet

    „Die Einzelhändler zeichnen ein Stadtviertel aus und jeder Laden hat seinen eigenen Sound“, sagt Stadler. So erklingt einmal ein lautes Hämmern, ein anderes Mal ein melodisches Gitarrenspiel oder das Pusten einer Luftpumpe. Die Aufnahmen können sich die Besucher in einem Zelt, das von Freitag, 10. April, bis Sonntag, 19. April, auf dem Pasinger Marienplatz steht, anhören und so eine „akustische Entdeckungsreise“ machen. Zudem plant Stadler, dass die Teilnehmer auch live in die Läden hineinhören können. 

    Doch nicht nur für die Ohren ist etwas geboten, sondern auch für die Augen. Auf der Außenwand des Zelts leuchten Linien, die zahlreiche Dreiecke bilden. Diese Beleuchtung reagiert auf die Besucher. Wenn sich eine Person nähert, beginnen die strahlenden Linien zu pulsieren und bilden den Körperumriss nach. 

    Spannend für Ohr und Auge

    Hintergrund zu dem Projekt

    Ziel des Projektes ist es, den Pasinger Marienplatz zu beleben: „Die Leute gehen nur durch. Dass sie sich dort aufhalten, ist eher selten“, sagt Stadler. Genau das will er ändern. „Wir wollen einen gemütlichen Ort zum Verweilen schaffen.“ Stadler hat es gereizt, sich ein Konzept für diesen Platz zu überlegen. „Projekte im öffentlichen Raum sind immer sehr interessant, weil man nie weiß, wer kommt.“ 

    Zum Marienplatz hat er zudem einen besonderen Bezug: Im Frühjahr 2016 eröffneten er und weitere Künstler im Rahmen einer Zwischennutzung in der sogenannten Pappschachtel das Flo*. „Die Pasinger waren damals sehr dankbar für das Kulturangebot“, erinnert Stadler. Umrahmt werden die Klangreise und die Lichtinstallation in der Osterwoche von einem umfangreichen kulturellen Angebot. 

    Matthias Stadler

    So finden an den zehn Tagen zahlreiche Workshops statt. Die Besucher können beispielsweise das Schmieden von Armreifen oder Ringen lernen, sich im Improvisationstheater üben oder ein Daumenkino basteln. Abends finden Konzerte von unterschiedlichen Bands und Künstlern statt. Am Ostersonntag können die Kinder aus dem Stadtviertel mit einem Peilsender auf Ostereiersuche gehen. Den Inhalt der Osternester haben die Pasinger Geschäfte gestiftet. 

    Angestoßen hatte das Projekt die Städtebauförderung „Aktive Zentren Pasing“, die es auch mit 20.000 Euro fördert. „Die Grundidee ist, den Pasinger Marienplatz als historisches Zentrum zu beleben und die Besucherströme dorthin zu lenken“, sagt Ulrike Lierow von der Städtebauförderung. Der Bezirksausschuss begrüßt das Projekt und fördert es mit 10 000 Euro aus seinem Stadtviertelbudget. Zudem regten die Viertelpolitiker eine Bewirtung an. Stadler versucht nun , einen kleinen Foodtruck zu organisieren. 

    A. Schwarzbauer

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