Kita-Neubau startet im Herbst

Geplanter Neubau der städtischen Kindertagesstätte nach jahrelangem Leerstand 

+
Steht seit über drei Jahren leer: Der frühere Kindergarten an der Pippinger Straße 95 wird durch ein kompaktes, zweigeschossiges Haus mit doppelt so vielen Betreuungsplätzen ersetzt.

Anstelle der ehemaligen, mittlerweile maroden Kindertagesstätte an der Pippinger Straße, ist im Herbst ein Neubau geplant, der aktuellen Untersuchungen unterliegt.   

Obermenzing: Zwei Krippengruppen, drei Kindergarten- und eine Hortgruppe – insgesamt 124 Plätze: Das neue Haus für Kinder, das an der Pippinger Straße 95, gebaut werden soll, wird nach Auskunft von Ursula Oberhuber vom Referat für Bildung und Sport (RBS) doppelt so viele Betreuungsplätze bieten wie der frühere Kindergarten dort. Allerdings: Bis zum geplanten Baubeginn im Herbst steht das alte Gebäude dann rund vier Jahre leer. 

Darüber ärgert sich Graciela de Cammerer (SPD), Vorsitzende des Unterausschusses Soziales und Jugend im BA Pasing-Obermenzing. „Ich habe in den vergangenen zwei Jahren mehrere Anfragen gestellt, wann und wie es weitergeht. Aber man hat nicht viel erfahren.“ Bis heute habe der BA keine Neubau-Pläne gesehen, wundert sie sich, findet das Projekt grundsätzlich aber gut. „Das ist eine gute Nachricht und sehr zu begrüßen“, betont de Cammerer. 

Vorsitzende des Unterausschusses Soziales und Jugend im BA Pasing-Obermenzing, Graciela de Cammerer (SPD)

Es wundert sie auch nicht, dass die Stadt eine Sanierung des 1899 errichteten Gebäudes ablehnt und einen Neubau vorzieht. „Schon in den 80er-Jahren, als meine Kinder dort waren, war vieles nicht mehr in Ordnung. Unter anderem habe ich mich im Elternbeirat damals für neue Toi­letten eingesetzt. Es hat im Haus immer sehr unangenehm gerochen.“ 

Im Herbst 2016 war laut Oberhuber dann Schluss an der Pippinger Straße 95. „Der bauliche Zustand des Gebäudes ist in einem problematischen Zustand. Haustechnik, Innenausbau, Brandschutz und Akustik entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen“, fasst die Sprecherin zusammen. Die Einrichtung wurde deshalb geschlossen, die 62 dort betreuten Kinder kamen in die Kita an der Oselstraße. 

Seitdem wird geprüft und geplant. Zu den teils „sehr zeitaufwändigen Planungsphasen“ gehören nach Oberhubers Informationen ein Schallschutzgutachten – „wegen der Lage der Kita an einer vielbefahrenen Hauptstraße“ – ein Kampfmittel- und ein Wirtschaftlichkeitsgutachten zur Frage Sanierung oder Abriss/Neubau. Der nächste Schritt ist die Baugenehmigung. Läuft dann alles nach Plan, kann das neue Haus für Kinder im Herbst 2022 eröffnet werden.

ul

Weitere aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen:

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

In Pasing: Münchens erster genossenschaftlich organisierter Unverpackt-Laden wird eröffnet
In Pasing: Münchens erster genossenschaftlich organisierter Unverpackt-Laden wird eröffnet
Wegen zehn Bäumen: Protest gegen Neubaupläne für Abbruchhaus
Wegen zehn Bäumen: Protest gegen Neubaupläne für Abbruchhaus
Nach Streit: Münchnerin attackiert Münchner mit Messer - er musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden
Nach Streit: Münchnerin attackiert Münchner mit Messer - er musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden
Neues Wohn- und Pflegeheim für Allach: So soll die Einrichtung an der Franz-Nißl-Straße aussehen
Neues Wohn- und Pflegeheim für Allach: So soll die Einrichtung an der Franz-Nißl-Straße aussehen

Kommentare