Stau-Stunk 

Stau-Chaos rund um den Romanplatz – Kritik an Planung der Großbaustellen

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Hotelbesitzer und Krankenhausleitung beklagen Fehlplanung bei der Planung der Großbaustellen.

Das Baustellen-Chaos rund um den Romanplatz hat das Viertel fest im Griff. Der Stunk im Stau nimmt zu und damit die Kritik an der Koordination der Großbaustellen. 

Nymphenburg – 45 Minuten für eine Strecke von 200 Metern: Das war im monatelangen Baustellenchaos rund um den Romanplatz dieser Tage der Gipfel für Werner Chibidziura, Seniorchef vom Hotel „Kriemhild“ an der Guntherstraße 16. „Hätte ich das Auto nicht voller Waren gehabt, die im Hotel dringend gebraucht wurden, wäre ich am liebsten ausgestiegen und gegangen“, sagt der 76-Jährige, der das Viertel seit 1954 kennt. 

Auch viele Wirte haben Probleme durch die Baustelle. (Hallo berichtete)

Hotelier Werner Chibidziura.

Einen Ausnahmezustand wie jetzt hat er aber noch nie erlebt. „So schlimm war’s noch bei keiner Baustelle. Warum machen die alles auf einmal, die Laimer Unterführung, den Romanplatz, die Menzinger Straße?“, fragt er. Und jetzt wird’s auch in der Arnulfstraße noch enger. Für Chibidziura steht fest: „Man hätte anders planen müssen.“ 

Bildergalerie – Stau Nymphenburg

Die Guntherstraße ist wegen Stau verstopft.
Die Guntherstraße ist wegen Stau verstopft. © ul
Auch Ambulanzfahrzeuge haben Probleme durch die Guntherstraße zu kommen.
Auch Ambulanzfahrzeuge haben Probleme durch die Guntherstraße zu kommen. © ul
Stau gehört hier schon fast zum Straßenbild.
Stau gehört hier schon fast zum Straßenbild. © ul
Einer der Gründe für die Stau in Nymphenburg ist die Baustelle am Romanplatz.
Einer der Gründe für die Stau in Nymphenburg ist die Baustelle am Romanplatz. © ul
Die Tram Station am Romanplatz wird umgebaut.
Die Tram Station am Romanplatz wird umgebaut. © ul
Auch die Laimer Unterführung wird umgebaut und ist deswegen gesperrt.
Auch die Laimer Unterführung wird umgebaut und ist deswegen gesperrt. © ul

Und: „Die Ampelschaltungen sind falsch. Oft kommen jeweils nur ein, zwei Fahrzeuge drüber.“ Er sagt aber auch: „Mir tun vor allem die Arbeiter leid. Die müssen dort auf engstem Raum arbeiten und die Leute in den Autos sind so aggressiv.“ 

Der Hotelier ist dabei nicht der Einzige, der eine bessere Koordination und Kommunikation fordert. „Wir sind jetzt über Monate von einem normalen Verkehrsfluss abgeschnitten“, sagt Nadine Schmid-Pogarell, Geschäftsführerin im Krankenhaus Barmherzige Brüder München. „Die haben uns offenbar nicht im Blick. Das könnte man besser machen.“ Die gute Nachricht: „Es gibt keinen Indikator für eine Gefährdung von Patienten. Ja, die Anfahrt dauert länger. Aber die Patienten werden im Rettungswagen gut versorgt“, betont die Krankenhauschefin. 

Von Rettungsdiensten in Not ist auch der Neuhauser Polizei bisher nichts bekannt. Der stellvertretende PI-Chef Johann Zinkl sagt sogar: „Unfälle am Romanplatz sind spürbar zurückgegangen.“ Was bei stehendem Verkehr auch kein Wunder sei. Etwas Entspannung verspricht laut Petra Weber vom KVR die Öffnung einer weiteren Fahrspur auf der Wotanstraße ab sofort. Und ab 14. Dezember sollen am Platz wieder zwei Spuren je Richtung offen sein. Ampelsteuerungen seien bereits so gut wie möglich optimiert worden.

ul

Busse statt Tram in der Arnulfstraße

Die Stadtwerke bauen ab sofort die Gleisbögen für die provisorische Trambahn-Wendeschleife in der Arnulfstraße auf Höhe der Nibelungenstraße zurück. Bis zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember, wenn die Tramlinien am Romanplatz wieder fahren sollen, verbleibt in der Arnulfstraße stadtauswärts im Bereich der Trambaustelle nur eine Fahrspur. 

Zudem ist die Gleisüberfahrt im Kreuzungsbereich gesperrt und die Tramlinien 16 und 17 sowie die Nachtlinie N17 werden zwischen Karlsplatz, Hauptbahnhof und Romanplatz durch Busse ersetzt. Der Schienenersatzverkehr (SEV) zwischen Romanplatz und Rotkreuzplatz besteht wie gehabt. 

Die Tramlinie 12 verkehrt weiterhin nur zwischen Scheidplatz und Neuhausen. Weitere Informationen gibt es unter www.mvg.de/trambau im Internet.

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