Alles auf Anfang?

Büschl-Pläne und Postklage – Zukunft des Backstage in der Schwebe

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Backstage-Betreiber Hans-Georg Stocker blickt angestrengt aber optimistisch in die Zukunft.

Die Stadt München hat die Genehmigung für das Veranstaltungszentrum Backstage noch einmal bis 2023 verlängert. Gewissheit, über die weitere Entwicklung danach, besteht derzeit noch nicht. 

Neuhausen – Die Genehmigung für das Kultur- und Veranstaltungszentrum Backstage an der Reitknechtstraße wurde von der Stadt jetzt noch einmal bis März 2023 verlängert. Das bestätigt das Planungsreferat. Zudem gibt es seit Sommer 2018 einen genehmigten Vorbescheid für den geplanten Neubau östlich des jetzigen Geländes. 

Gewissheit, wie es mit dem Backstage weitergeht, hat Betreiber Hans- Georg Stocker damit aber keinesfalls. Ganz im Gegenteil: „Alles, was wir jetzt planen, kann in den nächsten Jahren infrage gestellt werden“, sagt er. Die Gründe: Kaum war der Vorbescheid erteilt, hat die Post dagegen geklagt. Entschieden wurde darüber laut Stocker noch nicht. 

Außerdem hat ebenfalls im Sommer 2018 die Büschl-Gruppe das angrenzende Areal rund um die frühere Paketposthalle gekauft und entwickelt darauf ein neues Stadtquartier mit 1100 Wohnungen, Kultur- und Sozialeinrichtungen, Grünflächen und Büros – zwei bis zu 155 Meter hohe Türme inklusive (Hallo berichtete). 

Hans-Georg Stocker

„Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden. Es wäre doch am besten, man macht jetzt ein Gesamtkonzept mit einer integrierten Planung inklusive Back­stage-Gelände“, sagt Stocker. Er sieht darin viele Chancen, sowohl für das gesamte neue Quartier als auch für seinen Betrieb. Der Bebauungsplan, auf dem sein Bauvorbescheid beruht, erscheint Stocker angesichts der neuen Lage als überholt. Darin gibt es zum Beispiel eine Höhenbegrenzung auf zwölf Meter. 

Der Backstage-Chef sucht nun das Gespräch mit der Büschl-Gruppe, der Stadt und der Post. Seine Ziele: eine Gesamtplanung, „bei der wir nicht am Katzentisch sitzen, sondern als etablierter Nutzer und Kulturanbieter ernstgenommen werden“ und eine Bestandsgenehmigung bis 2026. Denn: „Für eine vernünftige Planung brauchen wir Zeit.“ Dazu käme, dass die Räume dringend saniert werden müssten. Immerhin besteht das Provisorium dort seit 2008. „Eine größere Investition lohnt sich aber nicht für ein, zwei Jahre.“ 

Und: Bis 2026 baut die Bahn dort oberirdisch den Westabschnitt der zweiten S-Bahn-Stammstrecke. Solange liegen die Pläne, auf Teilen des jetzigen Backstage- Areals eine Grünfläche anzulegen, nach Stockers Einschätzung ohnehin auf Eis.

ul

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