Skateboard-Elite bald in Freiham?

Verband will deutsche Meisterschaft auf Anlage am Sportcampus austragen

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Spektakuläre Tricks und Sprünge könnten Deutschlands beste Skateboarder im Mai im Skatepark in Freiham zeigen.

München hat eine große Skate-Szene, doch die Infrastruktur hierfür ist noch ausbaufähig. Mit der Ausrichtung der deutschen Meisterschaften in Freiham, erhoffen sich viele einen Wandel.

  • Freiham als geeigneter Austragungsort
  • Worauf es bei der Meisterschaft ankommt
  • Heimvorteil?
  • Freiham: Die deutschen Meisterschaften im Skateboard könnten heuer auch in Freiham stattfinden. Der „Club of Skaters“ (COS) will den Wettbewerb von 29. bis 31. Mai auf der Anlage am Sportpark ausrichten. 

    Worauf es ankommt

    „Wir waren vergangenes Jahr am Flughafen und das war eine super Veranstaltung mit einem tollen Publikum“, sagt Steffen Krüger vom COS. Der Skatepark in Freiham sei so groß, dass mehrere Fahrer gleichzeitig fahren könnten und es gebe viele unterschiedliche Hindernisse mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. 

    Bei dem Wettbewerb müssen die Skater in einer bestimmten Zeit möglichst viele und möglichst anspruchsvolle Tricks aufführen. Eine fünfköpfige Jury bewertet sie und vergibt Punkte. Die besten Teilnehmer qualifizieren sich für das Finale, das voraussichtlich in Oldenburg stattfinden wird. Teilnehmen darf jeder, der Mitglied in einem Verein aus dem Verband ist. In der Regel seien bei den Wettbewerben 50 bis 120 Teilnehmer am Start. 

    Heimvorteil?

    Für die Münchner Skater wäre Freiham ein Heimspiel. Fabian Lang vom Verein „Skateboarding München“ würde sich freuen, wenn das Event wieder nach München kommt: „Wir sind zwar ganz gut aufgestellt, aber für die Szene wäre es toll, wenn die Aufmerksamkeit dadurch ein bisschen mehr auf sie gelenkt wird.“ 

    Celina Lucas aus dem Vorstand von Skateboarding München glaubt, dass die Ausrichtung des Wettbewerbs auch ein Signal sein kann: „Es zeigt, dass München aufgrund der großen Skate-Szene ein attraktiver Ort ist, um solche Wettkämpfe auszutragen und dementsprechend die Infrastruktur (Skateparks, Hallen) weiter in diese Richtung ausgebaut werden muss.“ Sie hofft vor allem auf eine Skatehalle. Denn: „Bisher erfüllen Münchner Skatepark nur begrenzt die Kriterien, um einer Meisterschaft vollends gerecht zu werden.“

    Einen großen Heimvorteil sehen Lucas und Lang bei einem Wettbewerb in Freiham für Münchner Skater nicht. Zwar können sie häufiger auf der Anlage trainieren und es sei schön, wenn Freunde und Familie bei den Meisterschaften vor Ort seien. Aber: „Es ist nur eine kleine Komponente, denn die Konkurrenz ist groß und routiniert“, sagt Lang.

    Der Bezirksausschuss gibt in seiner Sitzung am Mittwoch, 18. März, eine Stellungnahme ab. Anschließend muss das Kreisverwaltungsreferat grünes Licht geben. Sprecher Johannes Mayer sagt: „Bislang sind keine Ablehnungsgründe vorgetragen worden.“ Andreas Schwarzbauer

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