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BA fürchtet Flaute auf dem Oertelplatz – wie die Stadt den Standort erhalten und Händler gewinnen will 

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Von: Ursula Löschau

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Auf Wunsch einiger Händler haben die Markthallen direkt am Oertelplatz eine zusätzliche Beschilderung angebracht, die auf das Angebot an jedem Dienstag von 10 bis 18 Uhr hinweist.
Auf Wunsch einiger Händler haben die Markthallen direkt am Oertelplatz eine zusätzliche Beschilderung angebracht, die auf das Angebot an jedem Dienstag von 10 bis 18 Uhr hinweist. © Ursula Löschau

Die Sorgen um den Allacher Wochenmarkt wachsen: Es besteht akuter Händlermangel. Die Stadt fordert nun Engagement von allen Seiten, um den müden Markt wieder aufzumuntern.

Allach Der Wochenmarkt auf dem Oertelplatz bereitet dem BA Allach-Untermenzing nach wie vor Sorgen. „Er sieht ziemlich mager aus. Kürzlich waren es nur zwei Stände. Das ist einfach zu wenig“, berichtete Gabriele Hartdegen (CSU) in der jüngsten Sitzung. „Die Leute wandern ab. Es ist fünf vor zwölf“, setzte Fritz Schneller (SPD) noch eins drauf. Und Viertel-Chef Pascal Fuckerieder appellierte an alle, „auch dort einzukaufen“. Parallel will er sich erneut an die Markthallen München (MHM) wenden und um deren Einsatz zum Erhalt des Marktes bitten.

Nach Auskunft von Maren Kowitz, Sprecherin des Kommunalreferates, dürfte der Viertelpolitiker damit offene Türen einrennen. „Den Markthallen liegt der Standort sehr am Herzen und sie wollen unbedingt an ihm festhalten“, erklärt Kowitz auf Hallo-Anfrage. So sei es gelungen, aus den Bestandshändlern anderer Märkte den Metzgerstand wieder zu besetzen. „Momentan besteht der Markt deshalb regulär aus Obststand, Hähnchenbrater, Metzger, Weinstand und einem Südtiroler Feinkostbetrieb, der wegen Umsatzmangels nicht jeden Markttag anwesend ist“, berichtet die Sprecherin.

Sorge um Allacher Wochenmarkt: Mehr Engagement von allen Seiten gefordert

Zudem seien die MHM „im regen Austausch“ mit Händlern anderer Märkte und engagierten sich, neue Anbieter nach Allach zu bringen. „Das stellt sich aufgrund der geringen Kundenfrequenz bislang als schwierig dar“, sagt Kowitz. Um diese anzukurbeln, würden die Markthallen nochmals die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren.

Aber auch andere müssten laut Kommunalreferat dazu beitragen, den Oertelplatz zu beleben und als Marktstandort zu fördern. „Es braucht zudem anderes städtebauliches und sozio-kulturelles Engagement sowie ein funktionierendes Einkaufszentrum für eine Attraktivität des Standorts“, erklärt die Sprecherin. Den Lokalpolitikern rät sie aufgrund guter Erfahrungen in anderen Stadtteilen zu „Flyeraktionen des BA in der Nachbarschaft“ oder der „Kombination von BA-Festivitäten an Marktstandorten“.

Pascal Fuckerieder räumt ein: „Sicherlich könnten der Wochenmarkt und das Einkaufszentrum gegenseitig Kundschaft anlocken, was mit der derzeitigen Angebotssituation noch nicht so gut klappt.“ Vor allem aber bleibt er bei seinem Appell: „Entscheidend ist, dass die Marktleute zuverlässig genügend Umsatz am Oertelplatz machen, damit es sich für sie weiterhin lohnt, jeden Dienstag nach Allach zu kommen. Und das kann jeder Einzelne von uns mit seinem Einkaufsverhalten beeinflussen.“

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