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Die neuen Schulpläne für den Münchner Westen: Bildung, Sport, Grünzug und Feuerwehr vereinen

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Von: Ursula Löschau

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Die Vorstellungen und Prioritäten der Bürgerinitiativen weichen voneinander ab: Die Initiative Grünes Obermenzing wünscht sich einen Würmpark an der Weinschenkstraße, USUS-Mitglieder bei wollen Bildung und Klimaschutz auf der Erdbeerwiese vereinen.
Die Vorstellungen und Prioritäten der Bürgerinitiativen weichen voneinander ab: Die Initiative Grünes Obermenzing wünscht sich einen Würmpark an der Weinschenkstraße, USUS-Mitglieder bei wollen Bildung und Klimaschutz auf der Erdbeerwiese vereinen. © Ursula Löschau

Bildung, Sport, „Grünzug M“ und Feuerwehrversorgung im Münchner Westen: Wie Stadt und Bürger das alles in der Schulplanung miteinander kombinieren wollen...

München-West - Noch zwei Varianten sind bei der Schulentwicklungsplanung für den Münchner Westen samt Standortsuche für eine neue Feuerwache im Rennen. Diese haben Vertreter der Stadt jetzt in einer digitalen Infoveranstaltung vorgestellt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Schulentwicklungsplanung für den Münchner Westen: Stadt stellt zwei Varianten vor

Das Prinzip: Um auf dem Campus an der Pfarrer-Grimm-Straße Platz für nötige Schulerweiterungen zu schaffen, soll entweder die Grund- oder die Realschule auf das heutige Gelände des SV Untermenzing (SVU) an der Von-Kahr- und Professor-Eichmann-Straße ziehen. Auch die Feuerwache soll dort unterkommen. Der SVU würde je nach Variante ganz oder teilweise auf die sogenannte Erdbeerwiese an der Weinschenkstraße verlagert. Zudem will die Stadt dort den „Grünzug M“ verwirklichen.

Variante mit Auslagerung der Realschule, darüber die Feuerwache an der Von-Kahr-Straße; auf der Erdbeerwiese die neue SVU- und Schulsport-Anlage mit Lärmschutzwall (vier Meter) zur Bebauung an der Weinschenkstraße.
Variante mit Auslagerung der Realschule, darüber die Feuerwache an der Von-Kahr-Straße; auf der Erdbeerwiese die neue SVU- und Schulsport-Anlage mit Lärmschutzwall (vier Meter) zur Bebauung an der Weinschenkstraße. © LHM
Variante mit Auslagerung der Grundschule, daneben die Feuerwache; auf der Erdbeerwiese im Wesentlichen ein Kunst- und ein Naturrasenfeld für Vereins- und Schulsport; südlich jeweils der Grünzug.
Variante mit Auslagerung der Grundschule, daneben die Feuerwache; auf der Erdbeerwiese im Wesentlichen ein Kunst- und ein Naturrasenfeld für Vereins- und Schulsport; südlich jeweils der Grünzug. © LHM

Innerhalb des jetzigen Campus entstünden für die verbleibenden Schulen dann jeweils Neu- und Erweiterungsbauten, auch Sporthallen und ein Schwimmbad. Eine temporäre Auslagerung des Louise-Schroeder-Gymnasiums an den Dreilingsweg sei „vom Tisch“, so Matthias Beck vom Planungsreferat. Nach wie vor solle in dem dortigen Neubaugebiet jedoch ein sechszügiges Gymnasium entstehen.

Das sagen Bürgerinitiativen, SVU, BA-Vorsitzende und Feuerwehr zu den Plänen in München-West

Zur Präsentation konnten Sprecher verschiedener Institutionen Stellung nehmen: Verena Rommel-Scholz von der Bürger­initiative (BI) „Unser Stadtteil – Unsere Schulen“ (USUS) begrüßte, dass diese beiden Varianten untersucht werden – vor allem aus Zeitgründen. Die Grundschulverlagerung wäre schneller möglich, weil im Gegensatz zu einem Realschul-Umzug kein Grunderwerb nötig wäre. Was den Platzgewinn für Bildung und Sport angeht, würde USUS die große Variante vorziehen.

Der SVU-Vorsitzende Franz Fuchs steht einer Verlagerung der Sportanlage skeptisch gegenüber. Diese sei erst vor kurzem aufwändig saniert worden. Er bittet um Prüfung weiterer Alternativen. Das will auch Johannes Wechsler von der BI „Grünes Obermenzing“ mit dem Ziel, die Erdbeerwiese von jeglicher Bebauung freizuhalten und dort einen Würmpark anzulegen. Alles andere sei „ein Verbrechen am Klimaschutz“.

Eine unbebaute Grünfläche an der Weinschenkstraße fordert auch der BA Pasing-Obermenzing. Laut Viertelchef Frieder Vogelsgesang (CSU) wäre das möglich, wenn die Feuerwache am Pasinger Heuweg entstünde. In dem Punkt ist er sich auch mit Pascal Fuckerieder (SPD), BA-Vorsitzender in Allach-Untermenzing, einig. Ansonsten hält der beide Varianten für gut und drängt auf eine Lösung für die „prekäre Raumsituation am Campus“.

Mit einem Feuerwehr-Standort am Pasinger Heuweg kann laut Sebastian Loher von der Branddirektion München jedoch nicht gerechnet werden. Weil dafür Grunderwerb nötig wäre, sei die Planungsunsicherheit zu groß. Auch andere Standortvorschläge aus der rund 200-köpfigen Teilnehmerrunde der Veranstaltung, darunter das Kirschgelände, lehnte Loher ab. Weitere Kommentare der Bürger betrafen den Klima- und Lärmschutz sowie Freiflächen- und Schulbedarf.

Baubeginn frühestens 2025

So sieht der Zeitplan für die Schulentwicklung aus: Im dritten Quartal 2022 sollen die Bezirksausschüsse beteiligt und der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan mit allen Einzelnutzungen im Stadtrat gefasst werden. Für das erste Quartal 2023 ist eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit mit Erörterungsveranstaltung angesetzt. Falls nichts dazwischenkommt, könnte noch 2023 der Billigungsbeschluss und, nach einer weiteren öffentlichen Beteiligung, 2024 der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan stehen. Dann wäre 2025 ein Baubeginn möglich.

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