Hoffnung für Eltern-Initiativen

Waisenhaus in München: Generalsanierung nicht vor 2023 – Stadt prüft Kindergarten-Alternative auf dem Areal

Das Waisenhaus in München.
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Der Stadtrat wird laut Sozialreferentin Schiwy frühestens Anfang 2021 über die Waisenhaus-Sanierung entscheiden.

Die Waisenhaus-Sanierung in München verzögert sich. Für die Eltern-Initiativen im Haus ist das eine gute Nachricht. Vielleicht bleiben sie sogar auf dem Gelände.

Die Großinstandsetzung des Münchner Waisenhauses verzögert sich. „Die derzeitigen Planungen gehen von einem Baubeginn nicht vor 2023 aus“, teilt Frank Boos, Sprecher des Sozialreferats, auf Hallo-Anfrage mit.

Für die beiden Eltern-­Initiativen im Haus, die bei planmäßigem Baubeginn ab Mitte 2021 hätten ausziehen müssen, ist das eine gute Nachricht. Ihnen bleibt nicht nur mehr Zeit für die alternative Standortsuche. Nach den inzwischen überarbeiteten Sanierungsplänen besteht laut Sozialreferentin Dorothee Schiwy jetzt sogar die Chance, dass sie in andere Räume auf dem Waisenhausgelände umziehen können.

Sozialreferentin Dorothee Schiwy

Waisenhaus-Sanierung in München verzögert sich wegen Corona

Anlass für die Umplanung sind die „immensen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den städtischen Haushalt“. Das antwortet Schiwy jetzt auf eine Anfrage von SPD-Stadträten zur Unterstützung der betroffenen Eltern-Kind-Gruppen „Rappelkiste“ und „Grissinis“ vom Juli 2019.

Seit Anfang letzten Jahres bemühen sich die Trägervereine um den Erhalt ihrer zusammen knapp 50 Kindergartenplätze, möglichst vor Ort. Bislang erklärte die Stadt jedoch, dass das Waisenhaus die von den Vereinen genutzten Räume während der Großbaumaßnahme bei laufendem Betrieb dringend selbst benötigen würde.

Nun teilt Schiwy mit, dass es „gegebenenfalls Kapazitäten für die Eltern-Kind-Initiativen im Erdgeschoss des auf dem Gelände des Waisenhauses liegenden Blockhauses“ geben könnte.

Die Bedingungen: eine „nochmalige Optimierung der Umzugslogistik während der Sanierung“ und die Verlängerung der Baugenehmigung für das Blockhaus, die sonst Ende dieses Jahres ausläuft. Laut Boos prüft die Stadt bereits, ob die Genehmigung möglich ist und die dortigen Räume für die Kindergartengruppen umgenutzt werden können.

Der Stadtrat soll mit dem Gesamtkonzept Anfang 2021 befasst werden.

Für Simon Gloning vom Trägerverein der „Rappelkiste“ ist diese Ankündigung ein „Lichtblick“ und das Blockhaus eine „gute Option“, sofern es rechtlich und baulich machbar ist. Ansonsten wäre die Eltern-Initiative Neuhausen auch über andere Räume auf dem Waisenhausareal glücklich.

Bisher war die Suche nach Alternativen im Viertel nämlich erfolglos. Auch die „Grissinis“ würden sich über „eine gemeinsame Lösung“ vor Ort freuen, so Lina Walczak vom Vorstand.

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