Viel Rätsel-Spaß per Post

Trotz Corona: Der Verein „Spiellandschaft Stadt“ bietet Unterhaltung für daheim

Julia Müller und Janine Lennert zeigen ihr Spielsortiment im Kinderinformationsladen.
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Julia Müller und Janine Lennert zeigen ihr Spielsortiment im Kinderinformationsladen.

Der Verein Spiellandschaft Stadt schafft kostenlose Spieleangebote für Kinder - auch im Lockdown. Escape Rooms und Spiele-Briefe: Was der Verein bietet.

Draußen ist es kalt, drinnen dürfen keine größeren Treffen stattfinden. Deshalb hat sich die Spiellandschaft Stadt etwas einfallen lassen: „Spielpost“-Briefe mit Rätseln und Bastelsachen, die die Mitarbeiter einmal pro Woche an Kinder in ganz München verschicken.

„Man merkt, die Kinder lechzen nach jedem neuen Angebot“, berichtet Janine Lennert, Mitarbeiterin der Spiellandschaft. Im Kinderinformationsladen in der Albrechtstraße können Familien deshalb weiterhin Spiele abholen und Beratungstermine vereinbaren. Des Weiteren bietet der Verein virtuelle Spielgruppen an, in denen die Kinder gemeinsam „Schiffe versenken“ oder „Stadt, Land, Fluss“ spielen können. Auch einen digitalen „Escape Room“ haben die Spielexperten eingerichtet. Das ist ein virtueller Raum, in dem Spieler „gefangen“ sind, bis sie über Rätsel das Kennwort zum Entkommen finden. „Wir sind stolz darauf, dass wir all das den Kindern kostenlos anbieten können“, sagt Lennert.

Kostenlose Spieleangebote für Kinder im Lockdown

Auch das Spielhaus am Westkreuz, das momentan geschlossen ist, bietet weiterhin mobile Angebote. „Natürlich mussten wir einiges modifizieren, vieles ist nun mal für eine größere Anzahl an Kindern gedacht“, sagt Janine Lennert. Bereits während des ersten Lockdowns hat das Team vor der Tür Spiele mit Kreide auf den Boden gemalt und freute sich über die positiven Rückmeldungen. „Sogar Erwachsene und viele Jugendliche sind stehen geblieben und haben gespielt.“

Die Mitarbeiter wollen den Menschen in einer schwierigen Zeit etwas Aufmunterung bringen – gerade den Kindern, die die Regeln oft anstandslos respektieren. „Bei ihnen bemerken wir oft ein großes Gerechtigkeitsgefühl. Schon Vierjährige haben hier ihre Eltern gemaßregelt, sich die Hände auch zu desinfizieren“, berichtet Lennert lachend.

Optimistischer Ausblick - Positives Feedback

Nun möchte die Spiellandschaft auch dieses Jahr optimistisch angehen. Der Verein plant sein jährliches Muttertagsfest im Hirschgarten und hofft darauf, bald wieder persönlich viele Kinder zum Spielen ermuntern zu können. „Bis dahin wünschen wir uns einfach, mit den Kindern in Kontakt zu bleiben“, sagt Julia Müller, Mitarbeiterin im Kinderinformationsdienst – „wenn auch aus der Ferne.“

Lea Kießlich

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