Bücher, Bilder & Skulpturen

Verein „Pasinger Mariensäule“ zeichnet Künstlerin Sinda Dimroth mit Kulturpreis aus

Sinda Dimroth wurde von dem Verein „Pasinger Mariensäule“ mit seinem Kulturpreis ausgezeichnet.
+
Sinda Dimroth wurde von dem Verein „Pasinger Mariensäule“ mit seinem Kulturpreis ausgezeichnet.

Sie ist Künstlerin und Autorin. Was Sinda Dimroth aus Pasing fasziniert hat und wofür sie die Auszeichnung des Vereins “Pasinger Mariensäule“ bekam...

Pasing-Obermenzing - Sie malt, fertigt Skulpturen aus Acrylglas an und ist Autorin – die Pasingerin Sinda Dimroth hat viele Talente. Heuer ist ihr zweites Buch erschienen, das von dem Kunstsammler Hermann Bode, ihrem Großvater, handelt.

„Er hatte mehr als 100 Werke der Moderne und ich habe nach seinem Tod einen Großteil der Sammlung verkauft“, berichtet Dimroth.

Sie war fasziniert von seiner Geschichte. Bode erlebte zwei Weltkriege, hatte Kontakt mit Künstlern wie Emil Nolde, Paul Klee oder Wassily Kandinsky und war mit einer der Erbinnen des Familienunternehmens Pelikan verheiratet. „Ich hatte wahnsinnig viel Stoff: Briefe, Notizen und seine Gemälde-Sammlung.“

Sie studierte eigentlich Innenarchitektur in München

Außerdem ließ Dimroth ihre Erfahrungen als Kunsthändlerin einfließen. In diesem Bereich hat die 73-Jährige 20 Jahre lang gearbeitet. „Das größte Problem war für mich, aus diesem Material ein Buch von nur 100 Seiten zu machen.“ Fünf Jahre schrieb Dimroth daran.

Eigentlich ist die Pasingerin jedoch Malerin und Bildhauerin. Sie studierte in München Innenarchitektur und arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf in New York und Baltimore. Dort lernte sie Acrylglas kennen. Aus dem Material waren in den USA häufig die Architektur-Modelle gefertigt.

Dimroth begann, daraus riesengroße Skulpturen für Kunst am Bau zu schaffen. Diese passten ideal zur modernen Architektur mit ihren Glasfassaden und glänzenden Flächen, meint sie.

Das Acrylglas erhitzt Dimroth in einem Ofen auf 180 Grad, ehe sie es verformt. Für Großskulpturen fertigt sie vorher eine Form aus Metall an. Zudem malt sie Landschaftsbilder und abstrakte Werke. „Ich bin schon immer zweigleisig gefahren“, sagt Dimroth.

Die Lebensgeschichte des Vaters brachte sie zum Schreiben

Mit dem Schreiben kam sogar noch eine dritte Leidenschaft dazu. Anlass war der Tod ihres Vaters. Dimroth hatte ihn zu Lebzeiten immer gedrängt, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben. „Ich fand wahnsinnig spannend, was er zu erzählen hatte“, sagt sie.

Als er starb, hinterließ er ihr 17 Tonbänder mit seinen Kriegserlebnissen. Für Dimroth war das der Anlass, ihr erstes Buch über ihre Familie zu verfassen. Es folgte mit „Die Kunst ist das Einzige, was bleibt“ ihr zweites Buch.

Dafür, aber auch für ihr gesamtes künstlerisches Schaffen verlieh ihr der Verein “Pasinger Mariensäule“ seinen Kulturpreis.

A. Schwarzbauer

Auch interessant:

Meistgelesen

Hirmerei Allach: Anlage mit 233 Wohnungen und öffentlichen Grünflächen geplant
Hirmerei Allach: Anlage mit 233 Wohnungen und öffentlichen Grünflächen geplant
München: Eislaufen auf Nymphenburger Kanal verboten
München: Eislaufen auf Nymphenburger Kanal verboten
Pasing: Holpriger Start für das Jugendzentrum Aquarium am Ausweichstandort
Pasing: Holpriger Start für das Jugendzentrum Aquarium am Ausweichstandort
KraussMaffei streicht 510 Stellen – Konzern zieht schon bis 2023 komplett von Allach nach Parsdorf
KraussMaffei streicht 510 Stellen – Konzern zieht schon bis 2023 komplett von Allach nach Parsdorf

Kommentare