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Klares Votum für Landschaftspark ‒ Bürger wollen keine Bebauung der Erdbeerwiese

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Von: Andreas Schwarzbauer, Ursula Löschau

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Mehrere Obermenzinger Vereine haben Anfang 2020 gegen eine Bebauung der Erdbeerwiese demonstriert. Inzwischen hat sich daraus die Bürgerinitiative „Grünes Obermenzing“ formiert, die 3500 Unterschriften zur Schaffung eines Würmparks gesammelt hat.
Mehrere Obermenzinger Vereine haben Anfang 2020 gegen eine Bebauung der Erdbeerwiese demonstriert. Inzwischen hat sich daraus die Bürgerinitiative „Grünes Obermenzing“ formiert, die 3500 Unterschriften zur Schaffung eines Würmparks gesammelt hat. © Beatrice Vohler

Klares Nein zur Bebauung der Erdbeerwiese: Bei der Bürgerversammlung hat es Kritik an der digitalen Infoveranstaltung der Stadt zur Schulplanung gehagelt.

Untermenzing/Obermenzing - Fünf Antragsteller, ein Ziel: „die Menzinger Erdbeerwiese von jeglicher Bebauung freizuhalten und sie stattdessen zum neuen Würm-Landschaftspark ökologisch zur Naherholung für Jung und Alt aufzuwerten“, so der Wortlaut des Antrags von Andreas Ellmaier vom Grünflächenverein Menzing. Weitere Vertreter der Bürgerinitiative „Grünes Obermenzing“ forderten bei der jüngsten Bürgerversammlung für Obermenzing in der Sporthalle auf dem Untermenzinger Schulcampus dasselbe und alle ernteten von den rund 170 Anwesenden nahezu einhellige Zustimmung.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Kritik an digitaler Infoveranstaltung der Stadt: Bürgerversammlung fordert Veranstaltung in Präsenz

Die Anträge schließen mit ein, dass die Stadt für die erforderlichen Schulneubauten und eine künftige Feuerwache für Allach-Untermenzing weitere Standortalternativen auftun soll. Angelika Schervier zum Beispiel sprach von einer „furchtbar gestückelten Planung“. Kritik hagelte es zudem an der digitalen Infoveranstaltung der Stadt zum aktuellen Konzept. Ellmaier nannte sie einseitig zielgerichtet, Kritik sei zensiert worden.

Die Bürgerversammlung folgte dann auch seinem Antrag, die Veranstaltung „als echte und objektive Bürger/Verwaltung-Dialogveranstaltung in Präsenz zeitnah zu wiederholen“. Dabei sollen auch die Alternativstandorte für Feuerwehr und Schulen in Allach-Untermenzing dargelegt und die Klima- und Umweltschutzbedeutung der Erdbeerwiese erörtert werden.

Kritik an Schulplanung im Westen: Bürger und BA wollen keine Bebauung der Erdbeerwiese und fordern erneute Prüfung

Ähnliches hatte der BA Pasing-Obermenzing bereits am Vortag beschlossen: Einstimmig forderte das Gremium, zeitnah eine Präsenzveranstaltung nachzuholen, denn auch die Mehrheit der Viertelpolitiker war mit dem digitalen Format nicht zufrieden. Frieder Vogelsgesang (CSU) monierte, dass Ellmaier als Vorsitzender des Grünflächenvereins überhaupt nicht zu Wort gekommen war. Auch Thorsten Kellermann (Grüne) meinte, dass die Teilnehmer, die keine Bebauung wollen, ignoriert worden seien.

Sven Wackermann (CSU) ärgerte sich, dass manche Themen, wie ein Alternativstandort für die Feuerwache, zu kurz gekommen seien. „Es war eine Präsentation und kein Dialog. Die Meinung in der Stadtverwaltung ist schon sehr gefestigt. Die Veranstaltung war nur ein Feigenblatt der Bürgerbeteiligung“, monierte er. Constanze Söllner-Schaar (SPD) konnte den Vorwurf der Einseitigkeit nicht nachvollziehen: „Alle wichtigen Gruppen sind angehört worden und hatten ihre fünf Minuten Zeit, ihre Position darzustellen: Der SV Untermenzing, die BA-Chefs, die Schulfamilie und die Initiative vor Ort. Ich fand es nicht unausgeglichen.“

Dennoch sah auch die SPD noch Klärungsbedarf und unterstützte daher neben der Forderung nach einer Präsenzveranstaltung auch den Antrag, den Pasinger Heuweg nochmal als Standort für die Feuerwache zu untersuchen. Gegen die Stimmen der SPD sprach sich der BA des Weiteren dafür aus, die Fläche auch als Ort für einen Schulneubau zu prüfen.

Christa Stock (FDP) regte zudem erneute Verhandlungen über einer Fläche neben dem derzeitigen Schulcampus an der Zwiedineckstraße an. Der bisherige Eigentümer sei verstorben. Vielleicht gebe es nun Chancen, dass die Stadt das Grundstück zur Schulerweiterung erwerben könne, so die Hoffnung im Gremium.

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