Kirschgelände: Städtebaulicher Wettbewerb entschieden

München: Neues Wohngebiet für Untermenzing - Jetzt startet die Verwandlung

Landschaftsarchitektin Regine Keller und Architektin Rita Ahlers (v. re.) im Gespräch mit (v. li.) Stadträtin Heike Kainz, Viertel-Chef Pascal Fuckerieder und Fritz Schneller vom BA.
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Landschaftsarchitektin Regine Keller und Architektin Rita Ahlers (v. re.) im Gespräch mit (v. li.) Stadträtin Heike Kainz, Viertel-Chef Pascal Fuckerieder und Fritz Schneller vom BA.

München-Untermenzing: Jetzt steht fest, wie das Kirschgelände vom Gewerbe- in ein grünes Wohngebiet umgewandelt werden soll. Geplant sind bis zu 1300 Wohnungen.

  • 1300 Wohnungen auf dem Kirschgelände
  • Landschaftspark mit 18 000 Quadratmetern geplant
  • Mit Grundschule und Kindertagesstätten
  • Baubeginn voraussichtlich ab 2022
  • Ausstellung der Entwürfe bis 24. Juli

Untermenzing - Der leichte Schwung der Elly-Staegmeyr-Straße mit den versetzt angeordneten Baukörpern, deren Grundrisse stark variieren und von viel Grün umgeben sind: Das sind einige der Merkmale, mit denen das Münchner Architekturbüro „Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht“ zusammen mit den Landschaftsarchitekten „Keller Damm Kollegen“ die Jury beim städtebaulichen Wettbewerb für die Umnutzung des Kirschgeländes überzeugt hat.

Der Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs für das Kirschgelände.

Die Verwandlung vom Gewerbe- zum Wohngebiet

Dieser Entwurf ist jetzt die Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren. Ziel sei „die Verwandlung von einem grauen Gewerbegebiet hin zu einem grünen Wohnquartier“, so Wolfgang Bogner von der Eckpfeiler Immobiliengruppe, die das Areal zusammen mit der Büschl-Gruppe unter der Regie von Ralf Büschl entwickelt. Vorgesehen ist eine Realisierung in drei Bauabschnitten

Viertel soll vom Schwerlastverkehr entlastet werden

Mit dem Bau von 1300 Wohnungen sollen auch vernetzte Grünflächen geschaffen sowie der gewerbliche Schwerlastverkehr aus dem Quartier verbannt werden. Pluspunkte, die sowohl CSU-Stadträtin Heike Kainz als auch BA-Chef Pascal Fuckerieder (SPD) sehr begrüßen. Am Siegerentwurf gefällt dem Viertel-Chef, „dass er beides hat – eine klare Struktur und eine schöne Dynamik“. Allerdings sieht er im Detail noch viel Arbeit und Diskussionsbedarf auf den BA zukommen. Allein schon, was das Verkehrs- und Mobilitätskonzept angeht.

Das Kirschgelände ist jetzt noch Gewerbegebiet mit Schwerpunkt Logistikunternehmen.

Zahlen und Fakten zum Kirschgelände

Auf zwölf Hektar entwickelt die ALLPG Immobiliengesellschaft ein Quartier mit rund 1300 Wohnungen für bis zu 3000 Bewohner. 40 Prozent sind geförderter, 60 Prozent freifinanzierter Wohnraum. An der Kirschstraße entsteht ein 18 000 Quadratmeter großer Landschaftspark. Zudem ist ein Quartierszentrum mit Nachbarschaftstreff und kleinen Läden geplant. Eine dreizügige Grundschule mit Sporthalle und Haus für Kinder sowie vier Kindertagesstätten sind auch vorgesehen.

Abriss startet 2021, bis 2024 könnten die ersten Bewohner einziehen

Das Areal wird über die dann leicht geschwungene Elly-Staegmeyr-Straße sowie einem Netz von Rad- und Fußwegen erschlossen. Die Quartiersbewohner parken in Tiefgaragen. Die Gebäudehöhen variieren zwischen drei Etagen angrenzend zur vorhandenen Wohnbebauung, sechs Geschossen zur Bahn und bis zu neun Ebenen, sogenannten Hochpunkten, in der Mitte. Ab 2021 sollen erste Bestandsgebäude abgerissen werden. Wenn 2022 Baustart ist, können 2024 die ersten Bewohner einziehen.

Ausstellung noch bis Freitag, 24. Juli

Alle zwölf Wettbewerbsarbeiten sind noch bis Freitag, 24. Juli, täglich von 16 bis 19 Uhr, vor Ort an der Elly-Staegmeyr-Straße 15 ausgestellt.            ul

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