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Stadt München und BA Allach-Untermenzing wollen Unfälle an der Auenbrugger- und Behringstraße verhindern

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Von: Ursula Löschau

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Besser beschildern: So will die Stadt Unfällen an der Auenbrugger- und Behringstraße vorbeugen.
Besser beschildern: So will die Stadt Unfällen an der Auenbrugger- und Behringstraße vorbeugen. © Ursula Löschau

An der Auenbrugger- und Behringstraße in Untermenzing sollen Zusammenstoße zischen Radler und Autos verhindert werden. Die Maßnahmen nach dem Ortstermin...

Update: 16. November

Unfälle an Auenbrugger- und Behringstraße in Untermenzing vorbeugen

Zusammenstöße zwischen Fahrrad- und Autofahrern an der Ecke Auenbrugger- und Behringstraße verhindern: Mit diesem Ziel fand jetzt ein Ortstermin mit Vertretern der Stadt und des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing statt. Die Fachleute kamen nach Informationen aus dem BA zu dem Ergebnis, dass die Rechts-vor-links-Regelung dort zwar beibehalten, jedoch deutlicher ausgeschildert werden soll.

Auch die Fahrradstraßen-Kennzeichnung in der Behringstraße soll optimiert werden, um folgenschweren Missverständnissen vorzubeugen. Zudem schneide die Stadt Bäume und Sträucher an der Straße regelmäßig zurück. Private Anlieger werden gebeten, mit ihrem Grün dasselbe zu tun, um die Sicht für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

Auslöser waren Schilderungen eines Anwohners (siehe Erstmeldung), der im BA von vielen Beinahe- und einigen tatsächlichen Unfällen an dieser Kreuzung berichtete. Einmal vor Ort, schauten sich die Teilnehmer auch die Ecke Theodor-Fischer-/Behring­straße an. Wo geboten, will die Stadt bei der Ausschilderung auch dort nachjustieren.

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Erstmeldung: 21. September

Gegen gefährliche Unkenntnis: Bürger warnt vor Unfällen an der Ecke Auenbrugger- und Behringstraße - Schilder auf dem Prüfstand

Als Anwohner der Ecke Auenbrugger-/Behringstraße erlebt Jürgen Funk (61) nahezu täglich brenzlige Situationen. „Das ist so unübersichtlich und missverständlich ausgeschildert, dass es gemeingefährlich ist“, betont er und meint sowohl die dortigen Fahrradstraßenschilder und -markierungen auf der Behringstraße als auch die „Rechts-vor-links“-Regelung.

Jürgen Funk befürchtet weitere Unfälle an der Ecke Behring-/Auenbruggerstraße.
Jürgen Funk befürchtet weitere Unfälle an der Ecke Behring-/Auenbruggerstraße. © Ursula Löschau

„Erst vor kurzem gab es wieder einen schweren Unfall mit Notarzteinsatz zwischen einem 77-jährigen Fahrradfahrer und einem Autofahrer“, berichtete er jetzt dem Bezirksausschuss Allach-Untermenzing und bat das Gremium darum, aktiv zu werden.

Denn: „Wir haben nun auch die neue Grundschule an der Theodor-Fischer-Straße hier im Viertel. Der Verkehr wird sicher nicht weniger, vor allem werden hier noch viel mehr Kinder mit dem Radl unterwegs sein.“

Funks Eindrücke aus erster Reihe: „Wir sehen sehr häufig, dass etwa jeder dritte Auto-, Bus- oder Lkw-Fahrer ungebremst und zum Teil mit erhöhter Geschwindigkeit über die Kreuzung Richtung Eversbuschstraße fährt.“ Längst nicht alle würden auf die Vorfahrt von rechts kommender Radler achten.

Für Radler kann es an der Kreuzung gefährlich werden.
Für Radler kann es an der Kreuzung gefährlich werden. © Ursula Löschau

Gleichzeitig seien aber auch die Fahrradfahrer auf der Behringstraße „zum Teil sehr unvorsichtig“. Er erzählt: „Vor ein paar Tagen ist eine Frau mit einer größeren Gruppe Kinder auf der Behring­straße über die Kreuzung geradelt und hat den Kindern zugerufen: ,Fahrt einfach weiter, haltet nicht an, wir sind auf einem Fahrradweg‘.“

Die völlige Unkenntnis, dass auch Nutzer einer Fahrradstraße die Vorfahrt des von rechts kommenden Verkehrs beachten müssen, hat Funk doch ziemlich geschockt. „Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können!“ Für Abhilfe könnte seiner Meinung nach eventuell ein Stopp-Schild an der Auenbruggerstraße vor der Kreuzung sorgen. „Oder man macht es dann ganz konsequent und räumt der Fahrradstraße wirklich Vorrang ein. Am besten färbt man sie dann auch rot ein wie die Radwege in der Innenstadt“, meint er.

BA Allach-Untermenzing will sich Situation am der Kreuzung anschauen

Der BA will sich die Situation zusammen mit der Polizei und dem Mobilitätsreferat (MOR) schleunigst vor Ort anschauen – inklusive der Wege zur nahegelegenen neuen Grundschule.

„Soweit erforderlich, wird das Mobilitätsreferat nach dem Ortstermin entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Übersicht ergreifen“, sagt Sprecherin Sarah Kellermann auf Hallo-­Anfrage. Dass die Beschilderung im Kreuzungsbereich Behring-/Auenbruggerstraße von den Bürgern als „nicht optimal“ angesehen werde, sei dem MOR bekannt. Falsch angebracht sei sie aber nicht.

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