Essensausgabe sucht Helfer

Ausgabestelle am Marienplatz? –Pasing braucht eine eigene „Münchner Tafel“ für Bedürftige

Wird der Pasinger Marienplatz der neue Standort der„Münchner Tafel“ im Stadtteil. 
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Wird der Pasinger Marienplatz der neue Standort der„Münchner Tafel“ im Stadtteil. 

Pasing braucht eine eigene „Münchner Tafel“ für Bedürftige – doch noch ist unklar, wo der neue Standort hinkommen soll.  Es gibt allerdings schon einige Ideen...

  • Planung eines neuen Standorts der Münchner Tafel in Pasing.
  • Das sind die Ideen für den neuen Standort.
  • Personalmangel bei der Essensausgabe.

München/Pasing – Bis zu 700 bedürftige Pasinger sollen zukünftig an einem neuen Standort im Stadtteil von der Münchner Tafel versorgt werden. 

„Aber wir sind ganz am Anfang, erste Gespräche haben wir erst vor zwei Wochen geführt“, sagt Angelika Zacher von der Münchner Tafel

Denn so einfach, einen geeigneten Platz zu finden, ist es für den Verein, der bereits an 27 Münchner Standorten Essen ausgibt, nicht: „Der Platz für eine zentrale Ausgabestelle ist immer eine sensible Wahl. 

Er muss ein Sicherheitskonzept erfüllen, gute An- und Abfahrt gewähren, dazu einmal pro Woche zuverlässig verfügbar sein.“ Und zwar vom Aufbau um 10 Uhr vormittags bis zum Abbau um 16 Uhr. 

Ideen für einen neuen Standort:

Frieder Vogelsgesang, BA-Vorsitzender des Stadtviertels, hätte schon einige Ideen, wo man die Ausgabestelle fest installieren könnte: „Am sehr zentralen Pasinger Marienplatz, oder auf der Fläche vor dem alten Haupteingang am Pasinger Rathaus in der Landsberger Straße oder auf dem großen Parkplatz vor der Kirche Maria Schutz, auf dem auch schon regelmäßig Flohmärkte abgehalten werden.“ 

Auch eine Zusammenarbeit mit den Betreibern der Pasing Arcaden, die das Tafel-Konzept ab sofort in ihrem Foodcourt-Erdgeschoss als Ausstellung präsentieren, ist dem BA willkommen. 

Erik Hasse (vorne li.), Axel Markwardt (weißes Hemd), Angela Zacher (zwei Tafel Mitarbeiter im Pop Up Store in den Pasing Arcaden. Hasse: „Wir freuen uns den Store anbieten zu können.“

Außerdem benötigt die Tafel für einen neuen Standort zu den bisher 650 Ehrenamtlichen weitere freiwillige Dauerhelfer – „Ausgabestellenleiter und Mitarbeiter, die wind-, hitze- und schneefest sind“, so Zacher. 

Frühestens Anfang 2021, schätzt Zacher, wird es soweit sein, dass die ersten Lebensmittel von der Münchner Tafel direkt in Pasing ausgegeben werden können. 

Ausstellung der Münchner Tafel  im Pop Up Store in den Pasing Arcaden.

mjh

Essensausgabe sucht Helfer

Bisher könnenBedürftige aus Pasing und Obermenzing bei der Pfarrei St. Lukas am Westkreuz ihre Lebensmittel abholen. Doch dort gibt es derzeit Probleme und Personalmangel: 

Rund zehn Ehrenamtliche, wie Margreth Steinbacher helfen pro Tag bei der Verteilung der Lebensmittel an Bedürftige. Doch es fehlen Hände. „Ende August wird es ziemlich eng bei uns. 

In einem Team sind derzeit nur fünf Leute. Ideal wären aber 15“, sagt Sonja Kertesz, die für die Caritas die Essensausgabe organisiert. Das Problem ist, dass normalerweise viele Ältere bei der Tafel helfen. 

„Sie fallen als Risikogruppe wegen Corona größtenteils weg“, sagt Kertesz. Bisher konnte sie das durch Freiwillige auffangen, die derzeit in Kurzarbeit oder im Home-Office sind. „Die Ersten gehen aber langsam wieder regulär arbeiten“, sagt sie. 

Insgesamt 250 Bedürftige aus dem Münchner Westen kommen zweimal im Monat zur Essensausgabe am Westkreuz. „Sie sind darauf angewiesen. Deshalb wollen wir das Angebot auf keinen Fall einschränken“, sagt Kertesz. 

Sie hofft auf neue Ehrenamtliche. „Es ist nur ein Tag im Monat und ist wirklich ein Gewinn: Man lernt Leute kennen und es ist schön, wenn man helfen kann“, betont Steinbacher. 

Interessierte können sich bei Sonja Kertesz unter Telefon 82 99 200 oder per E-Mail an sonja.kertesz@ caritasmuenchen.de melden. 

andy

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