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30 Stunden lang vermisst ‒ Suchhunde retten Rentner in München das Leben

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Von: Kristina Beck

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Einsatzkräfte der Johanniter koordinieren am Einsatzwagen-Computer den Einsatz.
Einsatz von 72 Helferinnen und Helfern mit 30 Hunden rettet Senioren in der Aubinger Lohe das Leben. © Thomas Runge

Eineinhalb Tage lang harrt ein Rentner in einem Graben in der Aubinger Lohe im Münchner Westen aus, bis er von einem Suchhund gefunden wurde.

München ‒ Mit 17 Flächensuchhunde und 13 sogenannten Mantrailern haben verschiedene Hilfsorganisationen am Sonntagabend in der Aubinger Lohe nach einem vermissten 76-Jährigen gesucht – und ihm so vermutlich das Leben gerettet. Das teilt Regionalverband München der Johanniter am heutigen Montag mit.

Münchner Rentner seit Samstag vermisst ‒ Rettungshunde finden Mann in Aubinger Lohe

Der ältere Herr war am Samstagnachmittag nicht von einem Einkaufsspaziergang zurückgekehrt und wurde dann nach den ersten Ermittlungen der Polizei als vermisst gemeldet.

Diese hat daraufhin den Nahbereich um den letzten Aufenthaltsort abgesucht. Auch Freiflächen und Bahnanlagen wurden mit einem Hubschrauber abgeflogen ‒ dennoch ohne Erfolg. Schließlich hat die Polizei am Sonntagabend die Johanniter als diensthabende Einsatzleitung der Rettungshunde-Staffeln alarmiert.

Nach 1,5 Tagen gerettet: Spürhunde wittern Mann

Nach der Aufteilung der Suchgebiete gingen ab etwa 19 Uhr insgesamt 72 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes, des Bayerischen Roten Kreuzes, der DLRG Starnberg, der Feuerwehren Aschheim und Hochbrück, der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser aus Dachau in den Einsatz, um das unwegsame Gebiet der Aubinger Lohe abzusuchen – begleitet von 17 Flächensuchhunde sowie 13 Mantrailern (Personenspürhunden), die einem bestimmten Geruchsmuster folgen.

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Um 21.23 Uhr war dann ein Flächensuchhund der DLRG erfolgreich: Er witterte den Mann in einer Mulde 40 Meter abseits des Weges. Nach eigenen Angaben hatte er sich dort am Vortag gegen 15 Uhr am Ende seiner Kräfte niedergelassen.

Nach einer Erstversorgung durch einen Rettungsassistenten und durch Rettungssanitäter der Hundestaffeln wurde der Vermisste unterkühlt, aber augenscheinlich unverletzt an den Rettungsdienst übergeben und zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

„Und für die Hunde gab es dann ein riesiges Dankeschön: Leckerlies und Spaß mit dem Lieblingsspielzeug“, berichten die Johanniter.

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