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Angebot an kostenlosen Mahlzeiten für Senioren am Reinmarplatz soll laut BA erweitert werden

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Von: Ursula Löschau

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Barbara Marc am Reinmarplatz, wo sich die Gewofag mit „Wohnen im Viertel“ und die  AWO engagieren.
Barbara Marc am Reinmarplatz, wo sich die Gewofag mit „Wohnen im Viertel“ und die AWO engagieren. © Ursula Löschau

Für Interessierte bieten Gewofag-Standorte einen Sozialen Mittagstisch an, der allerdings für die Nutzer jetzt leichter zugänglich gemacht werden soll. So wird geplant:

GERN Der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg möchte den Zugang zum sogenannten sozialen Mittagstisch am Reinmarplatz, der derzeit von zehn Bewohnern des Gewofag-Projekts „Wohnen im Viertel“ (WiV) genutzt wird, erleichtern und für weitere Interessenten öffnen. Dazu schlägt der BA vor, das komplizierte Abrechnungssystem mit Einzelfallprüfung zu vereinfachen, beispielsweise durch eine einrichtungsbezogene Förderung.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Der nötige Platz wäre nach Ansicht von BA-Mitglied Barbara Marc (SPD) vorhanden. Es gibt dort bereits ein WiV-Wohncafé und eine Begegnungsstätte der AWO. Allerdings müssten die „Voraussetzungen für die Essenszubereitung“ geschaffen und finanziert werden.

Erleichterung für den Sozialen Mittagstischs: Bezirk Oberbayern soll helfen

Darum bittet der BA jetzt den Bezirk Oberbayern, der für Leistungen der „Hilfe zur Pflege“ zuständig wäre, um Prüfung, ob „eine dauerhafte Finanzierung eines Mittagstisches im Rahmen von „WiV“ möglich sei. Aktuell ist das nach Auskunft von Constanze Mauermayer, Sprecherin des Bezirks, nicht vorgesehen.

Sie erklärt: „Mit den Pflegediensten, die bei ‚Wohnen im Viertel’ tätig sind, ist vereinbart, dass sie Kosten für die Teilnahme am sozialen Mittagstisch abrechnen können. Voraussetzung ist, dass die Personen einen Bedarf für die Zubereitung einer warmen Mahlzeit im Rahmen der häuslichen Pflege haben, der vom Bezirk festgestellt worden ist.“

Bewohner, die keine Leistungen des Bezirks erhalten würden, bekämen auch keinen Zuschuss zum warmen Essen. „Voraussetzung für Leistungen des Bezirks ist immer der Bezug von Sozialhilfe im Rahmen der ambulanten Hilfe zur Pflege als Einzelfallhilfe“, so Mauermayer.

Erleichterung für den Sozialen Mittagstischs: Stadt finanziert weitere Stellen

Etwas vielversprechender könnte es bei der Stadt aussehen. Dort fragt der BA ebenfalls an, „ob es möglich wäre, im AWO-Begegnungszentrum ein Mittagessen für alle anzubieten“. Bereits im November 2021 hat der Stadtrat beschlossen, zehn von bald 15 WiV-Standorten mit jeweils einer halben Stelle auszustatten. „Dies soll sozialpädagogische Angebote – Beratung und Unterstützung sowie Begegnung – ermöglichen.

Gefördert werden soll damit auch ein regelmäßiges Mahlzeitenangebot“, bestätigt Sprecherin Edith Petry vom Sozialreferat auf Hallo-Anfrage. Der Reinmarplatz gehört jedoch nicht zu diesen zehn Orten. Als Grund wird die „räumliche Sondersituation“ genannt.

Erleichterung für Sozialen Mittagstisch: WiV-Standorte sollen Budget für Mittagsessen bekommen

Allerdings soll das Angebot auch dort gesichert und verbessert werden. „Das Sozialreferat erarbeitet aktuell einen Vorschlag, wie zukünftig der Mittagstisch für Menschen mit geringem Einkommen (unter 1350 Euro) kostengünstig zur Verfügung gestellt werden kann“, kündigt Petry an.

Laut Gewofag-Sprecher Frank De Gasperi soll der Stadtrat im März darüber entscheiden. „So sollen mehrere Standorte von Wohnen im Viertel mit einem jährlichen Budget von 5000 Euro ausgestattet werden, um in ihren Wohncafés den Mittagstisch anbieten zu können“, erklärt er.

Der soziale Mittagstisch ist De Gasperi zufolge in das Leistungsspektrum der Einrichtungen der offenen Altenhilfe integriert. „Dieses niedrigschwellige Angebot in den Alten- und Service-Zentren sowie weiteren Einrichtungen der offenen Altenhilfe trägt zur Stabilisierung der Lebenssituation im Alter bei“, sagt er. Je nach Fall übernimmt der Bezirk dabei die vollen Kosten.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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