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Es fehlt an Treffpunkten, Bänken und Rampen: Rundgang durchs Viertel mit Aubings neuer Seniorenbeirätin

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Seniorenbeirätin Elisabeth Bremer fordert für die Älteren in Aubing mehr Treffpunkte wie das ASZ.
Seniorenbeirätin Elisabeth Bremer fordert für die Älteren in Aubing mehr Treffpunkte wie das ASZ. © Andreas Schwarzbauer

Sie setzen sich für die Interessen aller Münchner ab 60 ein: die Mitglieder der Seniorenvertretung. Zu Beginn der neuen Amtszeit hat Hallo die Seniorenbeirätin von Aubing getroffen – um über die Belange, Probleme oder Chancen im Viertel zu sprechen.

Aubing - Der Rundgang mit der neuen Seniorenbeirätin Elisabeth Bremer (siehe Kasten) zu den Stellen im Stadtbezirk, die für Ältere problematisch sind, beginnt am Aubinger Bahnhof. Die Treppe auf der Nordseite sei für viele eine unüberwindbare Barriere. „Leute, die mit dem Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind, können die S-Bahn-Haltestelle nicht nutzen“, sagt die 75-Jährige. Außerdem wünscht sie sich dort mehr ebenerdige Fahrradabstellmöglichkeiten. Es sei für viele Senioren sehr mühsam, ihre Radl in die obere Etage der bestehenden Doppelstock-­Ständer hochzuwuchten.

Es fehlt an Treffpunkten, Bänken und Rampen: Aubings Seniorenbeirätin über Probleme im Viertel

Ein weiteres Anliegen ist es Bremer, mehr Treffpunkte für Ältere zu schaffen. „Es sollte möglich sein, dass sich Senioren treffen, einfach zusammensitzen und dazu ihren eigenen Kaffee oder ihr eigenes Bier mitbringen können“, sagt sie. Das Alten- und Servicezentrum (ASZ) in Aubing sei bereits voll und müsse die Anzahl der Besucher oft beschränken. Zudem sei der Weg dorthin für viele Bürger weit. „Von Lochhausen aus ist es schwere Arbeit, zum ASZ zu kommen“, sagt Bremer. Sie wünscht sich daher zumindest Gemeinschaftsräume in Lochhausen und am Westkreuz, besser ein eigenes ASZ.

Sinnvoll seien zudem mehr Bänke an beliebten Spazierwegen. Entlang des rund einen Kilometer langen Aubinger Geschichtspfads zwischen Eichenauer Straße und Langwieder Bach stünden beispielsweise nur drei Bänke. „Die Strecke ist sehr beliebt und häufig ist dort viel los“, sagt Bremer. Deshalb seien die Sitzgelegenheiten nicht ausreichend.

„Ich werde auch häufig angesprochen, dass an den Bushaltestellen Sitzplätze und Überdachungen fehlen. Viele fahren mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Einkaufen und müssen dann mit ihren Tüten im Regen stehen.“ Darüber hinaus hofft sie am Lußsee auf eine Einstiegshilfe für Mobilitätseingeschränkte. Unterstützung erhält sie vom örtlichen Bezirksausschuss. Zwar verkündete CSU-Sprecher Manfred Spannagl, dass die Stadt dies 2023/24 realisieren will, aber das Gremium fordert zusätzlich eine Rampe.

Elisabeth Bremer fordert mehr Sitzbänke am Geschichtspfad und an Haltestellen sowie Überdachungen.
Elisabeth Bremer fordert mehr Sitzbänke am Geschichtspfad und an Haltestellen sowie Überdachungen. © Andreas Schwarzbauer

Für wichtig hält es Bremer auch, Senioren fit für das Internet zu machen. „Es wird zunehmend erwartet, Verwaltungsgänge auf dem digitalen Weg zu erledigen. Dafür müsste es aber mehr Kurse geben.“

Das ist die Seniorenbeirätin des 22. Stadtbezirks

Elisabeth Bremer erhielt bei den jüngsten Wahlen zur Seniorenvertretung in Aubing, Lochhausen und Langwied die meisten Stimmen und vertritt den Stadtbezirk damit im münchenweiten Seniorenbeirat. Die 75-Jährige folgt auf Norbert Stellmach. „Das Gremium hat zwar keine Kompetenzen oder Gelder, sondern kann nur empfehlen, aber es ist sinnvoll, um kleinere Probleme zu beheben“, sagt sie. Bremer sieht sich als Sprachrohr für die Bedürfnisse älterer Mitbürger. „Es wäre erfreulich, wenn wesentlich mehr Senioren davon wüssten und ihre Probleme artikulierten.“

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