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Mehr Mobilität und Begegnungen: Die Seniorenbeirätin aus Allach-Untermenzing im Gespräch mit Hallo

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Von: Ursula Löschau

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Der fehlende Radweg am Pasinger Heuweg ist laut Attenberger auch – und gerade – für Senioren ein Problem.
Der fehlende Radweg am Pasinger Heuweg ist laut Attenberger auch – und gerade – für Senioren ein Problem. © Ursula Löschau

Sie vertreten die Interessen aller Münchner ab 60: die Mitglieder der Seniorenvertretung. Zu Beginn der neuen Amtszeit hat Hallo die neu oder wiedergewählten Beiräte getroffen – um über die Belange, Probleme oder Chancen in den Vierteln zu sprechen.

Allach-Untermenzing - Ein „integriertes Mobilitätskonzept für Allach-Untermenzing, das auch die Belange der älteren Leute berücksichtigt“, das steht ganz oben auf der Forderungsliste von Anne Attenberger (72), die als Seniorenbeirätin für den 23. Stadtbezirk wiedergewählt wurde. Besonders der Geh- und Radwegausbau sei sträflich vernachlässigt worden. Beispielhaft nennt sie den Pasinger Heuweg und die Goteboldstraße. „Unser Stadtbezirk wirkt wie ein Stiefkind von München.“ Wenn neue Radwege geplant werden, müsse auch an breitere Fahrräder wie Dreiräder gedacht werden, fügt sie hinzu.

Mehr Mobilität und Begegnungen: Seniorenbeirätin von Allach-Untermenzing über Anliegen im Bezirk

Aber auch die seit langem geforderte zusätzliche Straßenverbindung in Nord-Süd-Richtung sei im Interesse der schwächeren Verkehrsteilnehmer. „Die Eversbuschstraße ist überlastet, die Gehwege teils viel zu schmal“, sagt sie. Gerade ältere Fußgänger und Radfahrer fühlten sich dort unwohl. Nicht zuletzt kämpft die 72-Jährige auch für einen seniorengerechten öffentlichen Nahverkehr – mit verdichteten Angeboten wie einem zehn-Minuten-Takt für die S-Bahn und verlässlich barrierefreien Zuwegen. „Was ist, wenn der eine Aufzug zu den Gleisen am Allacher Bahnhof kaputt ist?“, fragt sie.

Besonders für Ältere ist die Rampe am Allacher Bahnhof zu steil, so Anne Attenberger.
Besonders für Ältere ist die Rampe am Allacher Bahnhof zu steil, so Anne Attenberger. © Ursula Löschau

Ein weiteres Ärgernis: „Die Ampelschaltungen sind für Personen, die mit dem Rollator unterwegs sind, viel zu kurz.“ Konkrete Beschwerden habe sie unter anderem aus der Vesaliusstraße gehört.

Zudem fehle es in Untermenzing und westlich der Eversbuschstraße an Einkaufsmöglichkeiten, die wohnortnah zu Fuß erreichbar wären. Das würden viele Senioren beklagen. Bestehenden Geschäften rät die Beirätin überdies, für barrierefreie Zugänge zu sorgen und gegebenenfalls mögliche Serviceleistungen für Senioren offensiver anzubieten. Das reiche von Lieferdiensten bis zur Handwerksleistung.

Eine Entlastung der Eversbuschstraße käme vor allem auch Senioren zugute, sagt Anne Attenberger.
Eine Entlastung der Eversbuschstraße käme vor allem auch Senioren zugute, sagt Anne Attenberger. © Ursula Löschau

Beratung und Unterstützung für Ältere und pflegende Angehörige will auch Anne Attenberger selbst künftig noch intensivieren. Ebenso Angebote des Seniorenbeirats in der ASZ-Außenstelle Allach am Oertelplatz: „Wir wollen kostenlose Angebote wie Lesungen und Vorträge fortführen und noch ausbauen. Bei diesen Gelegenheiten kommen die Besucher raus aus der Wohnung und mit anderen ins Gespräch“, sagt die frühere Verwaltungsbeamtin.

Treffen im ASZ

Die Seniorenvertretung für Allach-Untermenzing hat nun fünf Mitglieder, die sich um die Belange von über 9800 Einwohnern über 60 Jahren kümmern. Bei der Wahl 2018 waren noch vier Vertreter für 7800 Senioren im Stadtbezirk zu bestimmen. Die erste Sitzung des neuen Gremiums findet am Dienstag, 8. November, im ASZ am Oertelplatz statt. Danach treffen sich die Seniorenvertreter dort alle zwei Monate jeweils am ersten Dienstag im Monat.

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