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Stadt sieht keinen Bedarf für mehr Schwimmhallen – BA und Eltern können das nicht verstehen

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Pasinger Eltern und dem BA fehlt das Verständnis für die Einschätzung der Stadt, dass genug Möglichkeiten zum Schulschwimmen existieren.
Pasinger Eltern und dem BA fehlt das Verständnis für die Einschätzung der Stadt, dass genug Möglichkeiten zum Schulschwimmen existieren. © dpa/Roland Weihrauch

Eltern und Politiker beklagen den Schwimmbädermangel in Pasing. Kinder würden so nur unzureichend Schwimmunterricht erhalten. Die Stadt negiert das Problem.

Pasing Im Zuge des Neubaus des Max-Planck-Gymnasiums soll auch ein Schulschwimmbad entstehen. Das forderte Peter Birett bei der diesjährigen Bürgerversammlung, um mehr Schwimmmöglichkeiten zu schaffen. Das Referat für Bildung und Sport (RBS) lehnte dies ab. Der Wunsch sei wegen des aktuellen Planfortschritts nicht umsetzbar. Zudem bestehe kein Bedarf.

Der örtliche Bezirksausschuss und Elternvertreter sehen dies anders. Bei der jüngsten BA-Sitzung meinte Sven Wackermann (CSU): „Wir haben eine massive Unterversorgung an Bädern in unserem Stadtbezirk.“ Zudem sei das Schulschwimmen im Rahmen des Unterrichts wichtig, denn: „Wenn man einen Schwimmkurs buchen will, hat man oft Wartezeiten von über einem Jahr“, sagt er.

Schwimmbädermangel in Pasing: BA will Antrag auf Schulbad stellen

Ingrid Standl (Grüne) sieht dies zwar ähnlich, hält aber gleichzeitig das Max-Planck-Gymnasium nicht für den idealen Standort für eine Schwimmhalle: „Es befindet sich direkt neben dem Westbad, aber in einer anderen Schule wäre es sicherlich sinnvoll.“ Der Bezirksausschuss will nun einen gemeinsamen Antrag auf ein weiteres Schulbad stellen.

Bei vielen Müttern und Vätern rennen die Viertelpolitiker damit offene Türen ein. Elternbeirat Steve Gebhardt sagt: „An der Oselschule haben die Kinder alle 14 Tage Schwimmunterricht. Das ist zu wenig, wenn sie richtig schwimmen lernen sollen.“ Dass der Bedarf groß ist, zeige die Zahl der Badeunfälle, die immer mehr ansteigen.

Schwimmbädermangel in Pasing: Stadt sieht kein Problem

Ein weiteres Problem sei der Anfahrtsweg zu den Schwimmbädern. „Für Pasing gibt es nur Freiham und die Peslmüllerschule. Das ist nicht ideal.“ Sein Kollege Robert Kirchner, Elternbeirat an der Grandlschule, stimmt ihm zu: „Im Sinne der Kinder wäre es natürlich besser, wenn das Schwimmbad etwas näher wäre, damit noch mehr Zeit fürs Schwimmen bleiben würde.“ Sinnvoll wäre in Gebhardts Augen, bei jedem Schulneubau auch eine Schwimmhalle miteinzuplanen. Wäre dies an der Hermine-von-Parish-Straße passiert, hätten die Kinder der Osel- und Grandlschule jetzt einen kurzen Weg zum Schwimmunterricht.

Das RBS sieht dagegen kein Problem. Die Schüler aus Pasing-Obermenzing hätten einen Bedarf von rund 150 Unterrichtseinheiten. Durch Schwimmmöglichkeiten in Freiham, an der Limesstraße in Aubing, der Margarethe-Danzi-Straße in Nymphenburg, in der Peslmüllerschule und im Westbad stünden 200 Unterrichtseinheiten zur Verfügung. Zudem werde das Aubinger Bad zur Doppelschwimmhalle ertüchtigt. Am Dreilingsweg sowie an der Senftenauerstraße in Laim seien zudem neue Bäder geplant.

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