Eislaufen an der Blutenburg?

Kinderärztin aus Obermenzing setzt sich beim BA für Wintersport auf dem See ein

Als Kinderärztin weiß Irmela Strohhacker, wie wichtig Bewegung für Heranwachsende ist. Darum will sie Schlittschuhlaufen auf dem Blutenburgsee ermöglichen.
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Als Kinderärztin weiß Irmela Strohhacker, wie wichtig Bewegung für Heranwachsende ist. Darum will sie Schlittschuhlaufen auf dem Blutenburgsee ermöglichen.

Die Kinderärztin Irmela Strohhacker setzt sich für Schlittschuhlaufen auf dem Blutenburgsee ein. Kinder bräuchten mehr Aktivität im Winter. Was der BA sagt.

Schon als Kind ist Irmela Strohhacker an der Blutenburg Schlitten gefahren und hat Schlittschuhläufer auf dem See beobachtet. Einen Anblick, den sie in den vergangenen Jahren vermisst hat. „Seit einiger Zeit fällt mir auf, dass der See immer als einer der letzten in München zufriert. Da habe ich mir gedacht, dass das womöglich mit dem Zufluss zusammenhängt“, erzählt die Kinderärztin. Den Zufluss der Würm könnte man mit einem eingelassenen Stahlgitter im Winter vermindern. „So würde der See im Winter schneller zufrieren“, so die Obermenzingerin.

Nun hat Strohhacker einen entsprechenden Antrag in der Bürgersprechstunde des BA gestellt. Im Sommer, spinnt sie die Idee weiter, könne man das Gitter entfernen, um die Algenbildung und somit das ökologische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Warum sie sich dafür einsetzt? „Ein solches Projekt wäre wünschenswert gerade für Kinder, die so wohnortnah und in schönem Ambiente Schlittschuhlaufen könnten.“

Schlittschuhlaufen auf dem Blutenburgsee? BA positiv gestimmt

Auch Rüdiger Schaar, Mitglied im Umweltausschuss des BA, steht der Idee grundsätzlich positiv gegenüber: „Sehr gerne werde ich winterliche Freizeit- und Sportaktivitäten auf dem Eis des Blutenburger Weihers unterstützen. Besonders während der Corona Pandemie ist es wichtig, Aktivitäten an der frischen Luft zu fördern.“ Jedoch ist für den Blutenburgsee die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung zuständig. Bis Redaktionsschluss erteilte diese jedoch trotz mehrerer Tage Vorlauf leider keine Auskunft.

Irmela Strohhacker hofft, dass ihr Vorschlag auf ein breites Interesse in der Bevölkerung stößt und sich noch mehr Menschen für das Projekt engagieren. Nur dann, so glaubt sie, kann es tatsächlich umgesetzt werden.

Lea Kießlich

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