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Entscheidung über ein 61-Millionen-Euro-Paket soll im Dezember im Stadtrat fallen – Verbleib der Kitas noch offen

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Das Waisenhaus-Gebäude, in dem aktuell 121 Kinder leben, stammt aus dem Ende der 1890er-Jahre. Die Leiterin Andrea Dietzel-Krause wünscht sich schon seit langem eine Sanierung.
Das Waisenhaus-Gebäude, in dem aktuell 121 Kinder leben, stammt aus dem Ende der 1890er-Jahre. Die Leiterin Andrea Dietzel-Krause wünscht sich schon seit langem eine Sanierung. © Patricia Stücher

Die Sanierung des Münchner Waisenhauses soll nun endlich angepackt werden. Bis zu 61 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten. Im Dezember wird der Stadtrat entscheiden.

Neuhausen Endlich soll die notwendige Generalsanierung des Münchner Waisenhauses einen wichtigen Schritt weiterkommen: „Noch dieses Jahr wird die Beschlussvorlage für die bis zu 61 Millionen Euro teure Sanierung dem Stadtrat vorgelegt,“ sagt der Neuhauser SPD-Stadtrat Christian Köning. Das Sozialreferat bestätigt, dass das Thema bei der Sitzung des Sozialausschusses am Donnerstag, 15. Dezember, sowie in der Vollversammlung am Mittwoch, 21. Dezember, auf der Tagesordnung steht. Wenn der Stadtrat zustimmt, werden die Baumaßnahmen ab 2023 in den Haushaltsplan aufgenommen.

Zu tun ist viel im Gebäudekomplex an der Waisenhausstraße 20: undichte Fenster, eine veraltete Haustechnik, die Fassade platzt ab. „Wir wünschen uns außerdem für unsere neuen pädagogischen Konzepte den Ausbau des Dachgeschosses im Mitteltrakt“, sagt Andrea Dietzel-Krause, Leiterin des Waisenhauses. Um den Schutzraum der Kinder gewährleisten zu können, werde die Instandsetzung in drei Bauabschnitte aufgeteilt.

Waisenhaus-Sanierung: Südflügel soll zuerst angepackt werden

Im Südflügel soll es losgehen. Dort stehen die energetische Sanierung der Fassade, der Anschluss an die Fernwärme und die Ertüchtigung der Haustechnik für circa 25 Millionen Euro auf dem Plan. „Wie es genau abläuft und wohin wir die Kinder auslagern, wissen wir noch nicht, da wir erst auf die sichere Beschlusslage warten“, erklärt Dietzel-Krause.

Außerdem steht noch immer nicht fest, wohin die Elterninitiativen und Kindergärten, die Räume im Nordflügel gemietet haben, ausweichen sollen. Darum kümmere sich das Sozialreferat. „Den Eltern-Kind-Initiativen im Waisenhaus wurde ein Verbleib in den derzeitigen Räumen erst einmal bis 2024 zugesichert“, sagt Sprecher Frank Boos. Während der Bauarbeiten könnten Kita-Gruppen eventuell in einem Teil des Blockhauses auf dem Gelände untergebracht werden. Es sei denn, das Waisenhaus benötige die Ausweichräume selbst.

Patricia Stücher

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