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Langwieder wollen selbst gegen Raser tätig werden und ein Dialog-Display kaufen – das sagt die Stadt zu der Idee

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Joachim Winands und Josef Hainzlmaier ärgern sich über das hohe Tempo vieler Fahrer.
Joachim Winands und Josef Hainzlmaier ärgern sich über das hohe Tempo vieler Fahrer. © Andreas Schwarzbauer

Lange schon rasen viele Autofahrer rücksichtslos durch Langwied durch. Nun wollen Bürger auf eigene Kosten Tempo-Displays aufstellen, um dem entgegenzuwirken. Was die Stadt sagt:

LANGWIED Seit Jahren brausen viele Autos mit zu hohem Tempo durch Langwied und ignorieren die Rechts-vor-Links-Regelungen. Immer wieder hat sich die Interessengemeinschaft (IG) Langwied-Dorf deshalb an den Bezirksausschuss und die Stadt gewandt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Die Langwieder haben bereits Bodenschwellen, zusätzliche Markierungen auf der Fahrbahn, Geschwindigkeitsanzeigen und mehr Kontrollen durch die Polizei vorgeschlagen. „Aber es ist nichts passiert“, kritisiert der Vorsitzende Joachim Winands. Jetzt wollen sie das Problem selbst in die Hand nehmen und auf eigene Kosten eine Geschwindigkeitsanzeige kaufen.

Raser in Langwied: Tempo-Display auf eigene Kosten soll Problem entgegenwirken

Denn die Situation verschärfe sich wegen des Bevölkerungswachstums im Münchner Westen Jahr für Jahr. Mit großer Sorge blickt die Interessengemeinschaft zudem auf die Sanierung des Allacher Tunnels. Die daraus resultierenden Behinderungen auf der Autobahn würden zu noch mehr Schleichverkehr durch Langwied führen. „Was dann auf uns zukommt, möchten wir uns gar nicht ausmalen“, sagt Josef Hainzlmaier.

Joachim Winands (links) und Josef Hainzlmaier
Joachim Winands (links) und Josef Hainzlmaier © Andreas Schwarzbauer

Deshalb will die IG auf eigene Kosten sogenannte Dialogdisplays kaufen, die den Autofahrern durch einen Smiley anzeigen, ob sie zu schnell unterwegs sind. „Dadurch merkt der ein oder andere vielleicht, dass er mit dem Tempo runtergehen muss“, hofft Hainzlmaier. Die Anzeigen wollen sie auf Privatgrund aufstellen.

Raser in Langwied: Mobilitätsreferat hält wenig von der Idee

Das Mobilitätsreferat hält die Idee nicht für genehmigungsfähig. Man wolle „ein unkontrolliertes Ausufern“ auf Privatgrund verhindern, sagt Sprecherin Christine Warta. „Für die Verkehrsteilnehmer wird dadurch gewährleistet, dass alle im Stadtgebiet vorhandenen Verkehrszeichen und -einrichtungen auch verbindlich und – weil von der Straßenverkehrsbehörde angeordnet – zu beachten sind.“

Ein weiteres Ärgernis sind Lastwagen, die das dortige Durchfahrtsverbot missachten. Bei einer Verkehrszählung haben Mitglieder der IG innerhalb von elf Stunden 113 Lastwagen auf ihren Straßen beobachtet. „Neben dem ohnehin schon beachtlichen Durchgangsverkehr wird die Bevölkerung zusätzlich durch Lärm und Abgase von verbotswidrig durchfahrenden Fahrzeugen belastet“, ärgert sich Winands.

Die IG fordert deshalb, dass die Polizei präsenter sein müsse, denn: „Nur Schilder aufzustellen, nützt nichts.“ Zwar teilte die Inspektion 45 mit, dass sie das LKW-Durchfahrtsverbot im Rahmen des Streifendienstes kontrolliere. Sie räumt aber auch ein, dass die „vermutlich gewünschte Intensität aufgrund der begrenzten personellen Ressourcen leider nicht erreicht werden wird.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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