Gefahr auf dem Eis!

München: Trotz zahlreicher Warnungen - Polizei muss Eisflächen im Stadtgebiet räumen

Die Polizei musste am Wochenende per Lautsprecherdurchsagen die Eisflächen auf dem Nymphenburger Kanal räumen.
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Die Polizei musste am Wochenende per Lautsprecherdurchsagen die Eisflächen auf dem Nymphenburger Kanal räumen.

Gefahr auf den Münchner Eisflächen: Am Wochenende kam es deshalb zu zahlreichen Einsätzen der Münchner Polizei am Nymphenburger Kanal sowie am Kleinhesseloher See.

  • Die Münchner Polizei musste am Wochenende zahlreiche Personen von Eisflächen verweisen.
  • Viele Münchnerinnen und Münchner waren auf dem Nymphenburger Kanal und dem Kleinhesseloher See unterwegs.
  • Die Eisflächen sind derzeit aber noch nicht tragfähig - weshalb der Aufenthalt auf dem Eis sehr gefährlich werden kann.

Nymphenburg/Schwabing - Seit etwa zwei Wochen herrscht in München ein frostiges Schneewetter und die Münchnerinnen und Münchner zieht es zu allerlei Winteraktivitäten nach draußen - allem voran das bunte Treiben auf Eisflächen im Stadtgebiet. Das Gefährliche dabei: Die Eisdecken sind derzeit noch nicht tragfähig. Die Münchner Wasserwacht hatte vergangene Woche schon eine eindringliche Warnung ausgesprochen. Dennoch kam es auch an diesem Wochenende erneut zu Einsätzen der Münchner Polizei auf hiesigen Eisflächen.

München: Polizei muss zweite Woche in Folge Nymphenburger Kanal räumen

Am Samstag, 16. Januar, gegen 10:00 Uhr, wurden der Polizei mehrere Personen auf dem zugefrorenen Schlosskanal in Nymphenburg gemeldet. Von den Verantwortlichen des Kanals hieß es zu diesem Zeitpunkt, dass für eine Tragfähigkeit der Eisdecke eine Dicke von zehn Zentimetern nötig wäre. Diese ist momentan noch deutlich unterschritten. Bis zum Abend mussten deshalb mehrfach Lautsprecherdurchsagen von der Polizei getätigt werden, damit Personen die Eisfläche verließen. Im Laufe des Tages betraf dies ca. 300 Personen.

Bereits vergangene Woche musste die Münchner Polizei den Nymphenburger Kanal aus Sicherheitsgründen räumen - zwei Personen waren sogar ins Eis eingebrochen.

Englischer Garten: Polizei verweist Hockeymannschaft vom Kleinhesseloher See

Nur knapp anderthalb Stunden später, gegen 12:30 Uhr, kam der nächste Notruf bei der Polizei: Zeugen meldeten mehrere Personen auf der Eisfläche des Kleinhesseloher Sees im Englischen Garten . Eine dort aufgestellte Beschilderung verbietet das Betreten der Eisfläche, die ebenfalls als nicht ausreichend tragfähig bewertet wird. Streifen der Münchner Polizei stellten vor Ort bis zu 250 Personen auf dem Eis fest, die dort zu Fuß und auch mit Schlittschuhen unterwegs waren.

Drei Kleingruppen mit bis zu acht Personen wurden zusätzlich festgestellt, die dort Eishockey spielten. Aufgrund der bestehenden Gefahr, dass Personen durch das Eis einbrechen könnten, wurden mehrere Lautsprecherdurchsagen von der Polizei durchgeführt, mit der Aufforderung, die Eisfläche zu verlassen. Die Personen verließen die Eisfläche. Dabei konnten einige der Eishockeyspieler identifiziert werden. Sie wurden kontrolliert und wegen Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz (Mannschaftssport) angezeigt.

Quelle: Polizei München/kf

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