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Alexandra Ryll ist die neue Pfarrerin in der Neuaubinger Adventskirche - Das sind ihre Aufgaben

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Alexandra Ryll freut sich, dass an der Adventskirche eine große Offenheit für neue Ideen herrscht.
Alexandra Ryll freut sich, dass an der Adventskirche eine große Offenheit für neue Ideen herrscht. © Andreas Schwarzbauer

Die Adventskirche in Neuaubing hat eine neue Pfarrerin: Alexandra Ryll will die Gemeinschaft zwischen Kirche und Verein stärken und freut sich auf ihre Aufgaben.

Neuaubing Alexandra Ryll ist die neue Pfarrerin an der evangelischen Adventskirche in Neuaubing. Sie übernimmt die halbe Stelle von Kaitia Frey, die nach sieben Jahren nach Mindelheim gewechselt ist. Für Ryll ist es die erste Stelle als Pfarrerin. Kurz nach ihrem Amtsantritt durfte sie gleich den Festgottesdienst anlässlich der Jubiläumsfeier der Aubinger Feuerwehr halten. Das war eine Veranstaltung ganz nach ihrem Geschmack.

„Kirche sollte nicht nur für sich stehen, sondern gemeinsam mit Vereinen oder anderen Organisationen etwas machen“, sagt sie. Deshalb freut sie sich über das rege Vereinsleben im Stadtteil und die gute Zusammenarbeit mit den katholischen Kollegen.

Dass Ryll überhaupt Pfarrerin wurde, war nicht von Anfang an geplant gewesen. Die gebürtige Brandenburgerin hatte zunächst in einem Krankenhaus in Berlin als Ergotherapeutin gearbeitet, ehe sie ein Studium begann – in Erziehungswissenschaften. Theologie belegte Ryll nur im Nebenfach. „Mich haben aber dort der gemeinsame Austausch und die lebhaften Diskussionen so beeindruckt, dass ich rübergewechselt bin“, sagt sie. Ihren Abschluss machte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, ihr Vikariat – ihre praktische Ausbildung – wie ihr neuer Kollege Michael Bischoff in Germering.

Neue Pfarrerin in Neuaubinger Adventskirche: Das sind ihre Aufgaben

An der Adventskirche wird sie zunächst für Familien und Kinder sowie die Konfirmanden zuständig sein. Sie übernimmt unter anderem auf dem Bildungscampus in Freiham den Religionsunterricht in einer sechsten Klasse der Realschule. „Ich weiß als Mutter, vor welchen Herausforderungen Eltern stehen“, sagt Ryll. Auch ihre Hobbys Singen und Radeln möchte sie – wenn möglich – in ihre Arbeit einfließen lassen.

„Mein Ziel ist es, Punkte zu schaffen, an denen die Menschen zusammenkommen, miteinander sprechen und ihre Talente entdecken können“, sagt sie. Einer dieser Punkte soll das neue Lastenfahrrad sein, mit dem die Adventskirche mit Getränken im Gepäck nach Freiham kommen will. Weil es in dem neuen Stadtteil keine Kirche geben wird, soll es eine Anlaufstelle sein.

Ein anderes Thema sind für sie Familien, in denen sich die Partner trennen. „Für mich persönlich ist eine wichtige Frage, was die Kirche machen kann, damit diese nicht im Streit auseinandergehen, sondern ihre Kinder trotzdem gemeinsam weiter begleiten.“ Ryll kann sich beispielsweise ein Abschiedsritual vorstellen. Allerdings müsse sie das noch mit ihren Pfarrer-Kollegen und dem Kirchenvorstand näher besprechen. Grundsätzlich will sie zuhören, was die Leute brauchen. „Der Sonntagsgottesdienst ist vielleicht nicht mehr so gefragt, aber mich interessiert, wo die Reise sonst hingehen kann.“

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