Geht dem Viertel ein Licht auf?

Ambientebeleuchtung: Pasinger Mitte bekommt zehn „Kronleuchter“ und angestrahlte Fassaden 

Leuchtringe und bestrahlte Fassaden sollen das Pasinger Zentrum attraktiver machen.
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Leuchtringe und bestrahlte Fassaden sollen das Pasinger Zentrum attraktiver machen. (Fotomontage)

Das Pasinger Zentrum wird endlich in ein anderes Licht gerückt. Mehrere Jahre diskutierten BA, Stadtteilmanagement und Gewerbeverein „Aktives Pasing“ über eine Ambientebeleuchtung.

Update: 02. Oktober 2020

Nun konnte Lichtplaner Florian Zach sein Konzept präsentieren. „Wenn es im Winter um 17 Uhr dunkel wird, läuft man derzeit vom Bahnhof in ein dunkles Loch“, sagt der stellvertretende BA-Chef Romanus Scholz (Grüne). Das soll sich 2021 ändern. „Man soll optisch ins Zentrum gezogen werden“, erklärt Lichtplaner Zach.

Dafür hat er sich zwei Elemente überlegt: Zehn große, goldfarbene Aluminiumringe sollen in der Gleichmann-, Bäcker- und Landsberger Straße hängen und weiß strahlen. Zu besonderen Anlässen könnten sie auch farbig leuchten. „Diese Kronleuchter sollen die Passanten auf den Weg mitnehmen“, erklärt Zach.

Ambientenbeleuchtung für das Zentrum in Pasing beschlossen

Gleichzeitig soll es am Ende der Blickachsen heller werden. Zach will ausgewählte Häuserfassaden anstrahlen. Der Rathausturm soll von Innen ausgeleuchtet werden. „Die Fassade des Gebäudes wird derzeit durch die Straßenbeleuchtung erhellt, aber der Turm liegt im Dunklen“, erklärt Zach. In der Bäckerstraße wird das große Gemälde von Martin Blumöhr auf der Seitenwand der Apotheke angestrahlt.

Bestrahlte Fassaden wie die Wand mit dem großen Gemälde von Martin Blumöhr sollen das Pasinger Zentrum attraktiver machen.

Außerdem will der Lichtplaner bestimmte Elemente des Kringhauses am Pasinger Marienplatz wie die Turmhaube oder die Stuckbögen über den Fenstern hervorheben. Insgesamt will er die Fassade mit zehn Strahlern erhellen.

Die Beleuchtung soll ganzjährig von Einbruch der Dunkelheit bis 23 Uhr eingeschaltet sein. Sie soll nur so hell wie nötig sein, betont Zach. „Es geht nicht darum das Pasinger Zentrum grell auszustrahlen. „Im Frühjahr soll mit der Installation der Lampen begonnen werden. „Wir hoffen, dass wir im Sommer fertig werden“, sagt BA-Chef Frieder Vogelsgesang (CSU).

Das neue Gestaltungskonzept wird dem Pasinger Zentrum ein neues, freundliches, einladendes und modernes Gesicht verleihen

Frieder Vogelsgesang

Der Bezirksausschuss beteiligt sich mit rund 170 000 Euro aus seinem Stadtbezirksbudget an dem Projekt. 30 000 Euro kommen von der Städte­bauförderung.

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Pasinger Zentrum: BA will 170 000 Euro für Ambientebeleuchtung zuschießen

Erstmeldung: 10. Oktober 2020

Pasing – Das Pasinger Zentrum wird bald neu erstrahlen. Der Bezirksausschuss und die Geschäftsleute im Verein „Aktives Pasing“ wünschen sich dort eine Ambientebeleuchtung. 

„Es ist ein bisschen dunkel. Deshalb soll das alte Zentrum zwischen Bäcker-, Gleichmann- und Landsberger Straße eine optisch moderne Aufwertung erfahren“, sagt Christian Herkner, Vorsitzender des Gewerbevereins und BA-Mitglied.

Lichtplaner Florian Zach von 3lpi hat ein Konzept erarbeitet, das aus zwei Elementen besteht: „Wir wollen einerseits die Sichtachsen ins rechte Licht rücken, denn die Endpunkte liegen derzeit im Dunklen.“ Deshalb sollen prägende Punkte wie der Erker des Pasinger Rathauses oder die Mariensäule angestrahlt werden. Auch mit den Eigentümern einiger privater Gebäude verhandelt der Gewerbeverein, ob diese Fassaden ebenfalls beleuchtet werden dürfen.

Derzeit ist es am Marienplatz düster. Lichtplaner Florian Zach will das ändern.

Das zweite Element sind selbstleuchtende Ringe, die über die Straßen gespannt werden. „Sie sollen ein wiederkehrendes Element sein, das die Passanten mitnimmt und ein Identifikationsmerkmal für Pasing ist. Denn das findet man in dieser Form an keiner anderen Stelle in München“, so Zach. Allerdings muss der Lichtplaner noch mit der MVG klären, inwieweit dies umsetzbar ist, damit die Trambahn nicht behindert wird.

Die Mehrheit im Bezirksausschuss zeigte sich begeistert von den Plänen. „Dadurch können wir Pasing ganz anders wirken und ein angenehmes Klima entstehen lassen, sodass sich die Leute gerne im Zentrum aufhalten“, sagte Sven Wackermann (CSU). Deshalb will das Gremium dafür rund 170 000 Euro aus dem Stadtbezirksbudget zuschießen. 

Nur Frank Zimmer (SPD) hatte „massive Bedenken“. Es sei unklar welche Folgekosten entstünden. „Es ist für mich eine Verschwendung von Steuergeldern.“ Seine Kollegen konnten das nicht nachvollziehen.„Die Kosten werden sehr genau kalkuliert“, so Herkner. Um unnötige Energieverschwendung zu vermeiden, soll die Beleuchtung zudem um 22 Uhr abgeschaltet werden.

Nun ist Eile geboten, denn ein Teil der 170 000 Euro aus dem Stadtbezirksbudget verfällt am Jahresende. Zach soll deshalb wegen der Fassadenbeleuchtung rasch auf die Privateigentümer zugehen und das Baureferat die Machbarkeit prüfen. 2020 könnte der erste Teil umgesetzt werden, so Zach.

Andreas Schwarzbauer

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