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Stadtpark Pasing: Artenvielfalt in Gefahr

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Fritz Raffelsbauer ärgert sich über das stehende Wasser im Fischteich und die oft verstopfte Planegger Schleuse.
Fritz Raffelsbauer ärgert sich über das stehende Wasser im Fischteich und die oft verstopfte Planegger Schleuse. © Andreas Schwarzbauer

Häufig verstopfte Zu- und Abflüsse im Stadtpark sorgen für Wassermangel in der Würm und einem angelegten Fischteich, die Artenvielfalt ist dadurch in Gefahr.

Pasing - Seit Jahren sorgt Fritz Raffelsbauer dafür, dass der Alt-Arm der Würm genügend Wasser erhält. An der Grenze von Pasing und Gräfelfing teilt sich die Würm nämlich in einen Kanal, der zur Stromversorgung der ehemaligen Papierfabrik künstlich geschaffen wurde, und den ursprünglichen Fluss­arm. Ein schmaler Durchlauf versorgt letzteren mit Wasser. Das Problem ist allerdings, dass die Öffnung regelmäßig durch Treibholz und Laub verstopft ist und deshalb der Wasserspiegel des Flussarmes sinkt. Das habe gravierende Folgen.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Antrag in der Bürgerversammlung Pasing: Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt im Stadtpark

„Es gibt in und an der Würm 100 000 kleine Lebewesen, die Feuchtigkeit brauchen. Auch die Fische laichen nur ab, wenn sie genügend Wasser haben“, mahnt Raffelsbauer. Die Artenvielfalt werde durch das fehlende Wasser zurückgehen, befürchtet er. Deshalb beseitigt Raffelsbauer seit 20 Jahren mit einem Rechen die Verstopfung, aber: „Ich bin jetzt 85 Jahre alt und mag es nicht mehr machen.“ Er forderte daher bei der Pasinger Bürgerversammlung, dass sich die Stadt endlich darum kümmern müsse.

Diese sieht Raffelsberger auch einige 100 Meter flussabwärts in der Pflicht. Zwischen den beiden Flussarmen sei vor Jahren in der Verlängerung der Dachstraße ein Fischteich angelegt worden. „Aber darin leben schon längst keine Fische mehr. Sie sind an Sauerstoffmangel gestorben. Wir haben dort nur noch eine stinkende, braune Brühe.“

Ursache sei ebenfalls die mangelnde Pflege, denn sowohl der Zu- als auch der Abfluss sind verstopft. Das Wasser steht und es haben sich zahlreiche Algen gebildet. Die Fische jedoch hätten frisches Wasser mit Sauerstoff benötigt, sagt der Pasinger. Daher beantragte Raffelsbauer auch an dieser Stelle, dass die Stadt den Zu- und den Abfluss regelmäßig reinigen soll. „Es ist kein großer Aufwand und kostet höchstens eine halbe Stunde Zeit. Deshalb ärgert mich das so“, erklärt er.

Die Schleuse ist häufig von Treibholz und Laub verstopft.
Die Schleuse ist häufig von Treibholz und Laub verstopft. © Andreas Schwarzbauer

Die Teilnehmer der Bürgerversammlung sahen das genauso und sprachen sich einstimmig für seine beiden Anträge aus. Das Referat für Klima- und Umweltschutz teilte auf Hallo-Anfrage mit, dass es erst Auskunft geben will, wenn es den BA-Antrag dazu beantwortet hat.

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