Online-Lernportal

Online-Lernportal aus München ‒ Mit pupsenden Lamas Mathe lernen

Anja Wee hat gemeinsam mit einigen Mitstreitern das Mathe-Lernportal „Coollama“ für Grundschüler entwickelt.
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Anja Wee hat gemeinsam mit einigen Mitstreitern das Mathe-Lernportal „Coollama“ für Grundschüler entwickelt.

Mutter aus Pasing entwickelt Online-Lernportal für Grundschüler. Seit der Corona-Pandemie explodieren Zahlen. Warum sie Bedarf dafür sah, worauf sie wert legte ...

  • Mutter aus Pasing findet für ihre Tochter keine geeignete App zum Mathelernen
  • Sie entwickelt ein eigenes Lernportal und legt dabei auf fünf Dinge besonderen Wert
  • Die Hauptrolle auf ihrer Internetseite www.coollama.de spielen pupsende Lamas

Pasing - Mit einem pupsenden Lama Mathe lernen – das können Grundschüler auf dem digitalen Lernportal „Cool­lama“. Die Idee dazu hatte vor drei Jahren die Pasingerin Anja Wee. Sie fand kein geeignetes digitales Angebot, mit dem ihre Tochter Rechnen üben konnte. „Die meisten Lern-Apps sind sehr teuer. Die kostenlosen Apps enthalten Werbung oder externe Links, die auf andere Seiten führen.“

Mutter aus Pasing will mithilfe von Lamas auf Mathe-Lernportal für Spaß sorgen

Also schrieb Wee die Aufgaben auf ein Blatt Papier und setzte sich mit der Stopp­uhr neben ihre Tochter. „Das hat ihr überhaupt nicht gefallen“, sagt die Mutter. Weil sie nicht wollte, dass ihre Tochter den Spaß an Mathe verliert, beschloss Wee, die im Telekommunikationsbereich arbeitete, selbst ein digitales Angebot zu entwickeln. Sie konnte auch andere Eltern und Bekannte – darunter ein Programmierer und eine Grafikdesignerin – dafür begeistern. Nach rund einem Jahr Arbeit ging www.coollama.de online.

Anja Wee freut sich, dass ihre Tochter mit dem Online-Portal Spaß am Rechnen hat.

Die Seite dreht sich um ein Lama, das nach 20 Aufgaben je nach Erfolg auf einem Skateboard, einem fliegenden Teppich oder einer Rakete auftaucht. Das Lama treibt seine Fortbewegungsmittel durch Pupsen an. Nach der Punktzahl der Schüler richtet sich, wie stark das Lama pupst. „Das ist Grundschulhumor, aber bei den Kindern kommt es gut an“, sagt Wee.

Auf fünf Dinge legten die Macher von Coollama besonderen Wert

Mehrere Dinge waren den Machern bei der Internetseite wichtig: „Sie sollte liebevoll wie ein schön gemachtes Kinderbuch sein. Deshalb enthält sie Illustrationen von einer Künstlerin“, sagt Wee. Zudem sollte sie kostenlos sein, intuitiv funktionieren und keine Werbung enthalten. „Wir wollten auch eine Balance zwischen on- und offline schaffen“, sagt die Pasingerin. Deshalb gebe es auf „Coollama“ versteckte Knöpfe, die zu Achtsamkeitsübungen wie Fingermeditation oder Yogaübungen führten.

Die Seite enthält rund 100 Spiele, die nach Grundrechenarten, Jahrgangsstufe und Schwierigkeitsgrad aufgeteilt sind. Darüber hinaus gibt es auch Arbeitsblätter zum Herunterladen. In einem Bereich erhalten Eltern von einer Expertin Tipps, wie sie ihre Kinder digital begleiten können. Für Lehrer bietet „Coollama“ Tipps für digitalen Unterricht.

Mehrere Idee zur Weiterentwicklung des Lernportals

Im Oktober 2019 ging die Seite online und dieses Jahr seien die Nutzerzahlen explodiert. „Während der Schulschließungen hatten wir bis zu 15 000 Nutzer im Monat. Sogar das österreichische Bildungsministerium hat unsere Seite empfohlen.“ Coollama ist nicht das einzige Lernportal, das in Corona-Zeiten gefragt ist.

Wee hat schon einige Ideen, um die Seite weiterzuentwickeln. Sie kann sich einen Analyse-Bereich für Lehrer vorstellen, in dem diese die Schwächen der Schüler sehen können. Zudem wäre es schön, wenn die Seite selbst lernen würde, bei welchen Aufgaben ein Kind noch Übungsbedarf hat. Das Angebot könnte auch für den Vorschulbereich erweitert werden.

Andreas Schwarzbauer

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