1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München West

Kraxelspaß am Westbad ‒ Pasinger Grüne wünschen sich öffentliche Boulderwand

Erstellt:

Von: Andreas Schwarzbauer

Kommentare

Einen Boulderblock wie den „Dicken Hans“, der auf der Theresienwiese steht, können sich (v. li.) Thorsten Kellermann, Gerald Zehetbauer und Ingrid Standl vorm Westbad vorstellen.
Einen Boulderblock wie den „Dicken Hans“, der auf der Theresienwiese steht, können sich (v. li.) Thorsten Kellermann, Gerald Zehetbauer und Ingrid Standl vorm Westbad vorstellen. © Andreas Schwarzbauer

Die Grünen im Pasinger Bezirksausschuss wünschen sich eine öffentliche Boulderwand im Stadtbezirk und schlugen als Standort die Grünanlage vor dem Westbad vor.

Pasing - Eine Boulderwand vor dem Westbad – das wünschen sich die Grünen im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing. „Bouldern ist ein toller Sport. Man kann mit einer einfachen Route anfangen, seine Kraft trainieren und sich langsam steigern“, sagt Thorsten Kellermann, einer der Initiatoren. Es sei eine Sportart für jedes Alter. Zwar gebe es in München schon einige Angebote, wie die Boulderwelt in Neuaubing, aber die meisten seien kommerziell. In der Grünanlage vor dem Westbad soll daher nun eine kostenlose Möglichkeit entstehen.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Öffentliche Boulderwand am Westpark: Treffpunkt für Jugendliche aus Pasing

„Wir wollen damit zusätzlich auch einen Platz schaffen, an dem sich junge Leute treffen können. In Pasing mangelt es an solchen Orten. Und die Fläche wäre ideal dafür, weil sie sich nicht direkt neben einer Wohnbebauung befindet“, sagt Gerald Zehetbauer von den Grünen. Zudem gebe es rund um den Standort mit dem Freibad und der Sportanlage der DJK Pasing bereits mehrere sportliche Angebote. „Das würde dort gut reinpassen“, meint Parteikollegin Ingrid Standl.

Auslöser für die Idee sei das Kraxlkollektiv gewesen, das Plätze für öffentliche Boulderwände in München sucht. Die Gruppe moniert ebenfalls, dass in München derzeit fast nur kommerzielle Angebote oder auf Spielplätzen Wände für Kinder existierten. Private Hallen seien mit Eintritten zwischen 10 und 17 Euro relativ teuer. „Das können sich Leute mit geringem oder ohne Einkommen nicht leisten. Klettern und Bouldern ist dadurch in München sehr elitär“, kritisiert Initiator Maximilian Gemsjäger.

Wenig öffentliche Angebote in München: BA will Boulderwand vor Westbad

Nur im Heckenstallerpark und am Ackermannbogen verfüge die Stadt über zwei gute, öffentliche Kletterwände. Zudem steht derzeit noch auf der Theresienwiese ein großer Boulderblock. Der „Dicke Hans“ muss aber für die Wiesn weichen und zieht voraussichtlich nach Untergiesing-Harlaching.

Dadurch seien vernünftige, öffentliche Boulder-Möglichkeiten relativ weit entfernt von Pasing-Obermenzing. Vor dem Westbad soll deshalb ein etwas größeres Angebot entstehen, das für alle geeignet wäre, so der Wunsch der Grünen. Sie haben bei der jüngsten Sitzung des BA beantragt, dass die Stadt das prüfen soll.

Bei einer möglichen Umsetzung sollen Experten wie das Kraxlkollektiv oder der Alpenverein einbezogen werden, die sich künftig auch um den Standort kümmern könnten. Die Grünen können sich auch vorstellen, dass sich der BA mit seinem Budget an der Finanzierung beteiligt. Eine Entscheidung des Viertelgremiums fiel erst nach Redaktionsschluss.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

Auch interessant

Kommentare