Ein neuer Pfarrer für Pasing

Alois Emslander übernimmt die Leitung des Pfarrverbands – er besticht durch sein junges Alter

Alois Emslander wird der neue Pfarrer von Maria Schutz und St. Hildegard in Pasing.
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Alois Emslander wird der neue Pfarrer von Maria Schutz und St. Hildegard in Pasing.
  • Ursula Löschau
    vonUrsula Löschau
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Alois Emslander ist einer der jüngsten Pfarrer im Münchner Westen. Er übernimmt jetzt die Leitung des Pfarrverbands Pasing. Was ihn erwartet.

Alois Emslander steht vor einem großen Schritt in seinem Leben: Am 1. März übernimmt er die Leitung des Pfarrverbands Pasing, bestehend aus Maria Schutz und St. Hildegard. Er folgt auf Thomas Dallos, der in den Pfarrverband Feldmoching wechselt.

Mit 36 Jahren ist Emslander einer der jüngsten Pfarrverbandsleiter im Münchner Westen. Noch ist er mit je einer halben Stelle als Landjugendpfarrer in der Diözese München und Freising und als Pfarrvikar in der Nymphenburger Pfarrei Christkönig tätig.

Auch wenn der gebürtige Mittenwalder noch relativ jung ist, zählt er eigentlich zu den „Spätberufenen“. Erst mit Mitte 20 begann er mit dem Theologiestudium. Davor arbeitete er, inklusive Ausbildung, acht Jahre lang als Bankkaufmann. „Es gab kein Berufungserlebnis. Eher war es ein natürlicher Weg des Lebens“, erzählt Emslander. Er habe sich schon immer in der Kirche und der Gemeinde engagiert, unter anderem als Ministrant, in der Pfarrjugend, im Pfarrgemeinderat. „Da begegnet man immer wieder Menschen, die einen fragen: ‚Wäre das nicht etwas für Dich?‘ Bis man sich selbst immer öfter die Frage stellt, wie und wo man sein Leben einsetzen möchte.“

Junger Pfarrer und doch schon viel Erfahrung

Die Kirche Maria Schutz ist der neue Arbeitsplatz von Alois Emslander.

Sein bisheriges Wirken brachte ihm „die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein“. 2015 zum Priester geweiht, war er zunächst als Kaplan in der Germeringer Stadtkirche tätig und übernahm 2018 die Doppelfunktion als Seelsorger für die Katholische Landjugendbewegung in der Diözese mit rund 5000 Mitgliedern und Pfarrer in Christkönig (7000 Gemeindemitglieder).

Seine neue Gemeinde umfasst etwa 9500 Menschen. „Ich spüre die Verantwortung deutlich in mir“, sagt er. Gleichzeitig reizen ihn aber auch die Gestaltungsmöglichkeiten. Er betont: „Wir stehen mit unserer Kirche an einem lange nicht dagewesenen Zeitpunkt des Umbruchs. Und ich freue mich darauf, mitgestalten zu können.“ Ihn treiben unter anderem diese Fragen an: „Was haben wir Menschen in 2021 zu sagen – und nicht nur Katholiken? Wie können wir Menschen mit unserer Botschaft in Berührung bringen, gerade jetzt unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen?“ Dafür will er „innovative und alternative“ Wege beschreiten. Zudem freut er sich auf einen regen interreligiösen Dialog. Er wird am Sonntag, 7. März, im Rahmen eines Gottesdiensts von Dekan Franz von Lüninck in sein Amt eingeführt.

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