„Ich habe gedacht, mich trifft der Schlag!“

Formschnitt? Kahlschlag!

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Der Haufen der abgeschnittenen Äste reicht Walter Pechtl bis über den Kopf.

Pasing – Jede Stadt benötigt grüne Frischluftschneisen zum Atmen. Das findet auch Walter Pechtl und ärgert sich deshalb über massenhaft entfernte Sträucher am Max-Planck-Gymnasium

Regelmäßig geht Walter Pechtl in der Grünanlage zwischen Silberdistel- und Perl­schneiderstraße spazieren. Doch als er zuletzt dorthin kam, war er fassungslos: „Ich habe gedacht, mich trifft der Schlag. Sie haben zwei Drittel der Büsche weggeschnitten.“ Tatsächlich türmen sich am Wegesrand mannshoch abgeschnittene Äste und Stämme. „Ich sage nichts gegen das Auslichten. Das ist völlig okay. Aber damit hat das nichts mehr zu tun. Das ist ein Kahlschlag.“ 

Ihn ärgert vor allem, dass die vielen Vögel, die in der Grünanlage leben, dadurch ihre Rückzugsorte verloren haben. „Sie brauchen ein zusammenhängendes Gebüsch, um sich zu verstecken.“ Außerdem seien dort viele Beeren gewachsen, die die Tiere fressen.

Verantwortlich für den Zuschnitt ist das Baureferat. Sprecherin Dagmar Rümenapf teilt mit: „Es handelt sich um einen turnusmäßigen Rückschnitt zur Pflege des Gehölzbestands.“ Sträucher und Gehölze trieben im Frühjahr wieder frisch aus und boten dann den Vögeln wieder Unterschlupf. „Der vorhandene Aufwuchs wird durch Pflegemaßnahmen so selektiert und gefördert, dass sich daraus wieder ein gesunder, kräftiger Strauch entwickeln kann.“

Andreas Schwarzbauer

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