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Lizenzgebiet versus Gehwegparken: BA denkt über Kompromisse in den Apostelblöcken nach

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Von: Ursula Löschau, Marie-Julie Hlawica

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Aktuell müssen einige Leute wegen des Parkplatzmagels auf dem Gehweg parken - das soll aber kein Dauerzustand sein.
Aktuell müssen einige Leute wegen des Parkplatzmagels auf dem Gehweg parken - das soll aber kein Dauerzustand sein. © Marie-Julie Hlawica

Ein großes Problem in Neuhausen-Nymphenburg sind die Parkplätze für Kfz. Manche parken daher auf dem Gehweg, doch das soll nicht dauernd so bleiben...

Neuhausen Ob in Neuhausen oder in Nymphenburg: Freie Kfz-Stellplätze sind knapp in Münchens zweitgrößtem Stadtbezirk. Vielerorts werden Gehwege zugeparkt – teils sogar geduldet, zunehmend fordern Anwohner Parkraummanagement oder Verbote für das Abstellen von Wohnmobilen und Anhängern. Auch in der jüngsten Sitzung des örtlichen BA beherrschte diese Problematik den Themenbereich Verkehr.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Aktuell ringt das Gremium vor allem um eine tragbare Lösung für das Quartier Apostelblöcke. Der Haken: Mit Einführung des seit Jahren gewünschten Parklizenzgebietes will die Stadt das Gewegparken dort endgültig verbieten. Bisher wurde ein Auge zugedrückt.

Gehwegparker versus Parklizenzgebiet: Werden Anwohner durch Parkplatzwegfall bestraft?

Dass demnächst 47 Parkplätze auf den Bürgersteigen entlang der Karl-Schurz-Straße wegfallen könnten, würde die angespannte Situation aber noch verschärfen und zudem die Anwohner bestrafen, kritisierte CSU-Sprecherin Gudrun Piesczek (CSU) im Gremium. Noch dazu, wo die aktuellen Pläne stellenweise von vorhergegangenen Unterrichtungen abweichen würden, beschwerte sich Felix Meyer (FDP). Sein Vorschlag: „Ist es nicht besser, aus bisher illegalen, legale Parkplätze zu machen und den Halt auf dem Bürgersteig zu ermöglichen?“

Piesczek stimmte zu: „Man könnte einen Quartierspaziergang anregen. Vielleicht bewegt sich dann das Mobilitätsreferat und stimmt Abmarkierungen zu.“ Zudem hat der BA zu vereinzelten Abschnitten noch Detailfragen und bittet um schnelle Klärung. Schließlich würden bereits die Standorte für die Parkscheinautomaten geprüft.

Parkplatzärger und -not sind auch in anderen Quartieren Dauerbrenner: Jüngst hat sich der BA erneut mit der Verkehrssituation in der Südlichen Auffahrtsallee und rund um den Hirschgarten befasst. Das Gremium hat bereits vor eineinhalb Jahren beantragt, in der Auffahrtsallee Schrägparkplätze für Autos einzurichten. Damit soll auch verhindert werden, dass Wohnmobile und Kleinlaster am Schlosskanal abgestellt werden. Eine Antwort liegt noch nicht vor. Anders beim Hirschgartenviertel: Mehrere Vorstöße des BA, dieses Quartier zu einem Parklizenzgebiet zu machen, wurden jeweils abgelehnt.

Park-Chaos: Bürgerbeschwerde gegen die Polizei

Nymphenburg Fehlende Sichtachsen, zugeparkte Kreuzungsbereiche: ein leidiges Thema in Neuhausen-Nymphenburg. Sogar auf dem Kurznachrichtendienst Twitter gäbe es jetzt Fotoserien von Falschparkern, berichtet Fabian Norden (Grüne), BA-Beauftragter für Rad- und Fußverkehr. „Das kann so nicht bleiben“, fordert er und verweist auf die prekäre Situation in besonders kleinen Anwohnerstraßen, wie der Kriemhildenstraße.

„Das Personal ist knapp, das heißt Frequenz und Häufigkeit der Kontrolle schwanken, aber Parken im Fünf-Meter-Bereich ist priorisiert“, erklärt Robert Mazurka, der seit Januar bei der Polizeiinspektion (PI) 42 für Ordnungs- und Schutzaufgaben zuständig ist. Da ein Neuhauser Bürger allerdings eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die PI und dort tätige Mitarbeiter der kommunalen Parküberwachung eingereicht hat, könne er dazu nichts weiter sagen.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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