Panzerpiste umkämpft

Protest gegen Panzerteststrecke – An Teststrecke hängen über 400 Arbeitsplätze

Protest gegen die Panzerteststrecke der Firma Krauss-Maffei Wegmann kommt aus angrenzenden Siedlungen wie der Waldkolonie, der Angerlohe und der Hackersiedlung.
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Protest gegen die Panzerteststrecke der Firma Krauss-Maffei Wegmann kommt aus angrenzenden Siedlungen wie der Waldkolonie, der Angerlohe und der Hackersiedlung.

Der Krach um die Panzerstrecke der Firma Krauss-Maffei Wegmann erhärtet sich. An der Teststrecke hängen über 400 Arbeitsplätze. Nun wird nach Betriebszeitverkürzung am Wochenende gefordert...

  • Der Streit um die Allacher Panzerpiste geht weiter.
  • Aus den Nachbarsiedlungen, wie der Waldkolonie gibt es immer mehr Proteste.
  • Betriebszeitverkürzung am Wochenende gefordert...

Allach – Das Genehmigungsverfahren für die bestehende Panzerteststrecke der Firma Krauss-Maffei Wegmann (KMW) in Allach sorgt weiter für Aufregung im Stadtteil. Noch bis einschließlich 6. August können Bürger bei der Stadt Einwendungen einreichen. 

Der BA Allach-Untermenzing muss seine Stellungnahme bis Ende Juli abliefern. Deshalb hat sich das Gremium in seiner jüngsten Sitzung bei Vertretern des Rüstungsunternehmens und des Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU) informiert. 

Wie berichtet will KMW die seit 2004 in der jetzigen Form bewilligte Teststrecke genehmigen lassen (s. Kasten) – mit den gleichen maximalen Betriebszeiten (montags bis samstags von 7 bis 20 Uhr), aber weniger Fahrten pro Tag (65 statt der bisher zulässigen 117 Runden). 

Proteste gegen Lärmbelästigung in BA-Sitzung

Da fragt sich Viertel-Chef Pascal Fuckerieder (SPD): „Warum braucht es überhaupt einen Genehmigungsantrag?“ Anwalt Nicolai Lück erklärt für KMW: „Die Altanlagenanzeige von 2004 soll jetzt in eine rechtssichere Form überführt werden.“ 

Dabei weist er auch auf die Bebauung auf dem angrenzenden Diamaltgelände hin. Ohne die Teststrecke mit der beantragten Nutzung ist nach Auskunft von Geschäftsführer Horst Rieder die Produktion und Auslieferung von Panzern und Panzerfahrzeugen am Standort in Allach nicht mehr möglich. 

„Es arbeiten 400 bis 500 Leute in der Fertigung. Diese Stellen müsste man in München abbauen“, so Rieder auf Nachfrage in der BA-Sitzung. Diese nutzten auch wieder zahlreiche Bürger, um auf dieLärmbelastungen hinzuweisen.

Hallo berichtete: Kampfansage: Bürger protestieren gegen Allacher Rüstungsunternehmen, Krach um Panzerteststrecke –Antrag von Krauss-Maffei Wegmann löst Proteste aus

Gutachten des Landesamts für Umweltschutz fehle noch

Deren Belange sowie die Fragen und Forderungen der BA-Mitglieder fließen jetzt in die Stellungnahme des Gremiums ein. So will der BA viele umwelt- und planungsrechtlichen Details wissen und hat kritische Fragen zum Verfahren an sich. 

Unter anderem fehlte bis zur BA-Sitzung noch ein Gutachten des Landesamts für Umweltschutz. Zudem erwarten die Viertelvertreter, dass KMW den Anliegern entgegenkommt. 

Dazu gehört, dass der Betrieb vor allem samstags nicht schon um 7 Uhr früh, sondern deutlich später startet. Zudem sollten laut BA Nachbarn Anspruch auf Schallschutzfenster haben.

Historie der Panzerteststrecke

1964 wird die Strecke in Betrieb genommen. 2004 genehmigt das RGU den Bestand aufgrund einer Altanlagenanzeige. Ende 2017 beantragt KMW eine Genehmigung für die Strecke, 2019 wird der Antrag modifiziert – mit verringerter Nutzung.

ul

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