Neue Standorte für Glas- und Plastikmüll

Streit um Wertstoffinseln in Pasing

Anwohner der Wilhelm-Hey-Straße protestieren gegen den geplanten Standort an einer Grünanlage. 
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Anwohner der Wilhelm-Hey-Straße protestieren gegen den geplanten Standort an einer Grünanlage. 

Anwohner protestieren gegen geplante Wertstoffinsel an der Wilhelm-Hey-Straße – das sorgt für Kritik

Standorte für neue Wertstoffinseln beschlossen

Nun konnten sie endlich einen Erfolg feiern: Die Stadt weist südlich der Bodenseestraße vier neue Standplätze aus. Doch es regt sich dagegen Protest. Anwohner der Wilhelm-Hey-Straße demonstrieren gegen die dort geplanten Container

Sie sollen auf einem Grünstreifen stehen. Dieser sei jedoch schon immer „eine kleine Oase für Familien“ gewesen. „Sämtliche Kinder der umliegenden Straßen treffen sich rund um die Anlage, um dort zu rollern, skaten und Fahrradfahren zu üben. Das alles würde durch das Aufstellen solcher Container völlig zerstört“, kritisieren die Anwohner Lorenz Köstner und Sonja Gebhardt. 

Sorge wegen Glasscherben und Ungeziefer

Künftig würden ständig Leute mit ihren Fahrzeugen an- und abfahren, um Abfall zu entsorgen. Das wäre für die spielenden Kinder eine zusätzliche Gefahr. „Ebenso würde es erfahrungsgemäß zu starken Verunreinigungen durch Glasscherben, abgestellten Müll und angelocktes Ungeziefer kommen“, kritisieren sie weiter. 

Darüber hinaus sei die Wilhelm-Hey-Straße so schmal, dass es eigentlich keine Haltemöglichkeiten gebe. „Beim Leeren der Container durch die entsprechend großen Lastwagen wäre ein Durchkommen nicht mehr möglich.“ 

110 Unterschriften gegen Standort

Sie und ihre Mitstreiter haben daher 110 Unterschriften gegen den Standort gesammelt. Der Pasinger Bezirksausschuss wird sich in seiner Sitzung am Dienstag, 7. Juli, nochmal mit dem Thema beschäftigen. Bis dahin passiert erst einmal nichts. 

Sick kann das nicht fassen: „Wir haben das Problem seit 20 Jahren. Um die Situation für uns erträglicher zu gestalten, brauchen wir mehr Standorte.“ 

Anwohner versuchen schon seit Jahren eine Entlastun für die Container an der Paosostraße zu erreichen.

Alternativvorschläge der Anwohner an der Wilhelm-Hey-Straße

Die Anwohner der Wilhelm-Hey-Straße könnten Sick zwar verstehen, halten aber den Grünstreifen für komplett ungeeignet. Sie fordern stattdessen den Ausbau der Wertstoffinsel an der Maria-Eich-Straße, einen Standort am Avenariusplatz und eine häufigere Leerung der bestehenden Container. Zudem wollen sie prüfen lassen, Entsorgungsstellen auf Parkplätzen auszuweisen. 

Darüber kann Sick nur müde lächeln, denn all diese Vorschläge haben er und seine Mitstreiter schon längst gemacht. Sie wurden alle abgelehnt. Sick fordert daher, die vier geplanten Standorte umgehend zu realisieren. 

Nicht nur in Pasing herrscht Unmut über die Wertstoffinseln. 

Andreas Schwarzbauer

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