Projekt für sauberere Luft

Stadt fördert Elektro-Taxis mit zwei Millionen Euro

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Alexander Kreipl (Leiter Fachbereich Verkehr, Technik, Umwelt beim ADAC Südbayern) mit Umweltreferentin Stephanie Jacobs.

München: Die Luftverschmutzung in München bietet immer wieder Anlass für hitzige Diskussionen. Nun ergreift die Stadt Initiative und fördert Elektro-Taxis in der City.

In München sollen mehr Elektro-Taxis unterwegs sein: Die Landeshauptstadt will die Umstellung auf Elektro-Taxis im Stadtgebiet ab dem 1. September fördern, wie das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) mitteilt.

Rund 3.500 Taxis fahren auf Münchens Straßen in etwa 190 Millionen Kilometer im Jahr. Jetzt sollen die Unternehmer dazu animiert werden, sich neue Elektro-Fahrzeuge anzuschaffen.

Unternehmer bekommen finanzielle Unterstützung beim Kauf von E-Taxis 

Taxi-Fahrer, die sich ein neues E-Taxi kaufen, können bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten rückerstattet bekommen. Dafür zahlt München 0,20 Euro pro gefahrenem Kilometer. Insgesamt stellt die Stadt für das Förderprogramm zwei Millionen Euro zur Verfügung. „München fördert zehn Millionen E-Taxi-Kilometer. Das ist die Strecke von 250 Erdumrundungen, die dann mit sauberen und leisen E-Taxis zurückgelegt wird“, sagt Umweltreferentin Stephanie Jacobs.

Spezielle Ladesäulen für E-Taxis gelant

Außerdem gibt es für Taxiunternehmer die Möglichkeit, mit einer Lizenz zusätzlich zu einem herkömmlich betriebenen Taxi ein E-Taxi zu betreiben. So kann das E-Taxi in den Ladepausen durch das andere Fahrzeug ersetzt werden. Speziell für die E-Taxis sind in München zudem drei neue Schnellladesäulen geplant. 

RGU arbeitet mit ADAC Südbayern zusammen 

Das Projekt wurde am 26. Juli im Stadtrat beschlossen und ist Teil des Integrierten Handlungsprogramms zur Förderung der Elektromobilität in München (IHFEM).

Es geht auf eine gemeinsame Initiative des RGU und des ADAC Südbayern zurück. Der ADAC setzt sich vor allem für eine Priorisierung der Rufbereitschaft von E-Taxis ein und organisiert die Kommunikation mit den Taxiunternehmen. „E-Taxis sind nicht nur ein Imageträger für alternative Antriebe, sondern sie stehen auch für ein fortschrittliches und weiterdenkendes München“, betont Projektleiter Florian Hördegen vom ADAC Südbayern.  

Alexander Kreipl (Leiter Fachbereich Verkehr, Technik, Umwelt beim ADAC Südbayern) mit Umweltreferentin Stephanie Jacobs.

Das sind die Voraussetzungen für die Förderung

Als Voraussetzung für die Förderung müssen die E-Taxis ein eingebautes Fiskaltaxameter besitzen, das nach dem INSIKA-Verfahren abrechnet. Die Erstzulassung für das Autos darf frühestens im Januar 2017 erteilt worden sein, Taxifahrer müssen das Fahrzeug außerdem mindestens 36 Monate nutzen.

So wird die Förderung beantragt

Die Antragsformulare und die Förderrichtlinien können auf der Internetseite www.muenchen.de/emobil eingesehen und heruntergeladen werden. Das zuständige Referat für Gesundheit und Umwelt hat außerdem von Montag bis Freitag 9 -12 Uhr unter 089/ 23347711 ein Servicetelefon eingerichtet.

E-Mobilität boomt in München

In der Landeshauptstadt wird immer mehr auf E-Mobilität gesetzt. Zum Beispiel planen Investoren unter dem Rindermarkt eine hochmoderne Tiefgarage mit Ladestationen für E-Bikes und E-Autos. Und das Neubaugebiet Domagkpark wurde zum Testgebiet für neue Formen der Elektromobilität auserkoren. 

laf 

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