Spießrutenlauf zur Kita

Spießrutenlauf zur Kita – Eltern fordern weiteren Übergang über Planegger Straße

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Die Eltern kommen mit ihren Schützlingen aus dem Sollerbauerweg und wünschen sich direkt dort einen Übergang über die Planegger Straße.

Um zur Kita zu kommen, haben Pasinger Eltern die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder sie queren die Planegger Straße auf gut Glück oder sie zwängen sich auf einem schmalen Gehweg zur nächsten Ampel...

Pasing – Katharina Rühl und ihr fünfjähriger Sohn kommen mit dem Fahrrad nicht gefahrlos zum Kindergarten. Die Pasingerin wohnt an der Gräfstraße, die Einrichtung befindet sich an der Engelbertstraße. Dazwischen liegt die stark befahrene Planegger Straße. 

Zwar gibt es an der Kreuzung mit der Gräfstraße eine Ampel, aber die sei keine Option, sagt Rühl. Denn der Gehweg, der dorthin führt, ist auf beiden Seiten der Straße sehr schmal. Dort ist kaum Platz für die Eltern, die mit Radanhänger, Kinderwagen oder ihren radelnden Schützlingen unterwegs sind. Wenn dann noch jemand entgegenkommt, ist ein Durchkommen kaum mehr möglich. 

Der enge Gehweg, um zur Ampel zu kommen, ist keine echte Alternative.

Zudem sind viele Lastwagen und Busse auf der Planegger Straße unterwegs. Sie brausen nur wenige Zentimeter am Gehweg vorbei. „Man spürt den Fahrtwind. Ich habe Angst, dass mich mal ein Seitenspiegel erwischt“, so Rühl. 

„Dort entlangzugehen, ist ein wahnsinniger Stressfaktor. Ich bin immer schweißgebadet, wenn ich in der Kita ankomme“, so die Pasingerin. Auch vielen anderen Eltern geht es so. 

Deshalb überqueren sie die Planegger Straße 100 Meter weiter vorne, an der Einmündung des Sollerbauerwegs. So sparen sie sich den Spießrutenlauf auf dem schmalen Gehweg. Allerdings gibt es dort keinen Fußgängerübergang. Minutenlang müssen die Eltern mit ihren Kindern auf eine Lücke im Verkehr warten. 

Deshalb forderten sie bei der OB-Sprechstunde mit Dieter Reiter (siehe Seite 5) dort einen Übergang. Am liebsten wäre ihnen eine Ampel. Weil es jedoch die fünfte auf dem rund 800 Meter langen Stück zwischen Marienplatz und Weinbergerstraße wäre, könnten sie sich auch einen Zebrastreifen vorstellen. Zudem wünschen sie sich Tempo 30. OB Reiter entgegnete, dass ein Zebrastreifen und Tempo 30 nicht möglich seien. 

Johannes Mayer, Sprecher des KVR, ergänzt: „Die bisherigen Überprüfungen haben ergeben, dass die Querungsfrequenz von Fußgängern an dieser Örtlichkeit nicht sehr hoch ist. Überdies ist die nächstgelegene Ampel Gräfstraße nur 125 Meter entfernt, was ein Ausschlusskriterium für den Bau einer zusätzlichen Ampel darstellt.“ 

Allerdings will sich das KVR die Stelle nochmal anschauen. Der Bezirksausschuss dürfte dies begrüßen. Er hat bereits einen ähnlichen Bürgerantrag unterstützt. Tempo 30 ist für den Abschnitt sowieso schon vorgesehen. 

A. Schwarzbauer

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